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Kaum ein Teil der Erde ist so reich an Spuren verganener Hochkulturen wie der Nahe und Mittlere Osten, der Raum zwischen Mittelmeer, Euphrat und Tigris. Dafür stehen Namen wie Babylon, Petra oder Palmyra.
Millionen von Kinobesuchern kennen das Bild aus "Indina Jones": Das Schatzhaus der Nabatäer in der antiken Höhlenstadt Petra (links), nur durch eine schmale Schlucht erreichbar, sicher vor unerwünschten Eindringlingen. Selbst den römischen Legionären hielt die reiche Handelsmetropole im heutigen Jordanien stand - und nach ihrem Niedergang war sie für Jahrhunderte auch sicher vor grabräubernden Entdeckungsreisenden. Nur die Nomaden lebten noch in den in den Fels geschlagenen Höhlen der Ureinwohner. (hier mehr Bilder aus Jordanien)

Die Säulenstraße des antiken Palmyra, Hauptstadt der legendären Königin Zenobia, gelegen im heutigen Syrien, gehört zu den eindrucksvollsten aller antiken Stätten im Nahen Osten. Die Kapitelle sind noch wunderbar erhalten, und die einzelnen Säulen stehen fest, als könnten sie ruhig noch einige Jahrtausende überdauern.
Aber die Säulenstraße ist nicht das einzige Highligt dieser fast vollständig erhaltenen Wüstenmetropole, die von ihren Bewohnern in der Spätantike vor allem wegen Wassermangel aufgegeben wurde.
Dazu gehören auch die Turmgräber, von denen eines, das höchste und besterhaltenste, zur Innenbesichtigung frei gegeben ist. Diese Turmgräber stellen die früheste Bestattungsform in Palmyra dar. In den unteren Etagen wurden die wichtigeren erwachsenen Familienmitglieder bestattet, in den höheren Etagen die weniger wichtigen. In den einzelnen Kammern konnten bis zu 15 Tote gestapelt werden, womit ein solcher Turm genug Platz für einige Generationen bot. Ebenfalls gut erhalten ist das “Grab der drei Brüder”: Eine Anlage aus drei Gewölben, wieder mit Kammern zum Aufbewahren der Leichen, aber diesmal eben unterirdisch. Diese unterirdische Bestattungsweise hat sich ab etwa 100 n.Chr. durchgesetzt. Der Baal-Tempel ist die beeindruckendste Anlage in Palmyra. Von Säulen und Mauern umgeben liegen auf dem Gelände von der Größe zweier Fußballfelder die steinernen Überreste früherer Teilbauten, einige Kapitelle umgestürzter Säulen und frühere Waschbecken oder Brunnen. An den beiden Enden des Geländes stehen die noch erhaltenen mächtigen Tempelbauten, der hintere mit einer großen Halle versehen.
Einmalig ist auch die Erhaltung des Theaters, das - instandgesetzt - auch wieder vor Aufführungen genutzt wird: Denn um Palmyra herum ist inzwischen auch eine, zwar noch kleine, aber wieder stetig wachsende moderne Stadt entstanden. (hier mehr Bilder aus Palmyra und Syrien)
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