Griechen in der Türkei 

 
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Die heutige Türkei, im römischen Reich die Provinz "Kleinasien", wird von vielen auch als die Wiege der Kulturen bezeichnet. Um 700 vor unserer Zeit "erfanden" die Lykier hier das das erste Geld, die Schätze des bronzezeitlichen Troja waren das große Ziel vieler Eroberer. Und nirgends in der Welt finden sich mehr Spuren der griechisch-hellenistischen Zivilisation als in der Türkei. Dafür stehen sicherlich Städte wie Ephesus und Pergamon, die schon bedeutend waren, noch bevor Alexander der Große zu seinem Siegeszug nach Persien aufbrach, aber auch viele andere kleinere "Kolonialstädte", deren Namen nur wenigen bekannt sind.

 

Sigacik beispielsweise, eher ein Dorf als eine Stadt, im Mittelalter genuesische Festung an der Ägäisküste, ist der Ausgangspunkt für einen Abstecher nach Teos. Um dorthin zu gelangen nimmt man die Asphaltstraße hoch in die Berge, wo das Asphalt bald zu Schotter wird, bekommt dann zunächst einen gut ausgebauten Picknickplatz zu sehen - und schaut sich dann vergebens nach den erhofften Ruinen um. Ausgeschildert ist hier nämlich gar nichts!

Zumindest den Dyniosos-Tempel (Foto links) – vielmehr das, was von ihm übrig geblieben ist – findet man dann doch, wenn man der Schotterpiste folgt: Im Gras und Gebüsch erheben sich zwei Säulen, das Fundament ist noch gut erhalten, einige Kapitelle und Säulenreste liegen auf dem Boden. Einige entfernt liegende Steine lassen die ursprünglichen Umrisse der Tempelanlage erkennen. Eine verträumte Ruinenstätte abseits der Touristenströme. (hier das Tagebuch einer Ägäis-Reise auch nach Teos)

Ihren Überresten nach zu urteilen war die antike griechische Kleinstadt Phaselis, im Nationalpark Olympos an der türkischen Riviera nahe Antalya gelegen, alles andere als eine bedeutende Metropole. Aber die Ruinen, darunter ein gut erhaltenes Aquädukt (Foto rechts), liegen romantisch zwischen zwei Buchten in einem dichten Pinienwald. Die Säulenstraße verbindet die beiden Buchten - und führt auch zu einem kleinen antiken Theater, das weit besser erhalten als die übrigen Bauten der Stadt ist.

Das Theater misst kaum mehr als 30 Meter im Durchmesser, dürfte in seiner Zeit eher zu den kleinen gehört haben, besticht aber durch seine einmalige Kulisse.

Von den Zuschauerreihen aus blickt man nämlich auf den gewaltigen Olympos, der sich in gerade Linie unmittelbar dahinter erhebt. Auch an der Küste Kleinasiens hatten die Griechen schließlich ihren Götterberg... (und hier das Tagebuch einer Reise an die türkische Riviera und nach Phaselis)

 

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