Von Afrika nach Asien 

 
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Untergegangene Kulturen im Nahen Osten

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Antike Stätten in Nord- und Mitteleuropa

Leben in antiken Stätten


 
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Das westafrikanische Stonehenge in Wassau (Gambia), das auf der Eingangsseite vorgestellt wurde, ist nicht der einzige Beleg von frühen Kulturen auf dem afrikanischen Kontinent. Der Legende nach herrschte die sagenhafte "Königin von Saba" über das heutige Äthiopien, in Zimbabwe gab es ebenfalls ein großes Reich - und die afrikanische Ostküste in Kenia ist sogar reich an archäologischen Fundstätten.

Dazu gehört zum Beispiel Gedi, zwischen Mombasa und Malindi gelegen.

Die Affen, die hier in den Baumwipfeln turnen, lassen die untergegangene Stadt noch lebendig erscheinen. Die Ruinen sind gut erhalten, die "Große Moschee" - verglichen mit arabischen Moscheen ein bescheidenes Bauwerk - steht noch fast völlig im Urzustand da, ebenso der Palast und ein Grab mit einem turmartigen Aufbau.

Die einstigen Bürgerhäuser sind nur noch in den Grundmauern erkennbar, doch die Namensschilder, zum Beispiel "Haus der chinesischen Münze", lassen etwas von der einstigen Bedeutung erahnen. Imposant sind die Brunnen der Stadt: Die meisten sind noch intakt - nur das Wasser fehlt eben.

Was die Archäologen in Gedi gefunden haben, ist teilweise in dem kleinen Museum ausgestellt: Porzellan und Keramikarbeiten, vor allem in blauer Farbe, sowie Tonkrüge jeder Größenordnung. (Hier mehr Bilder aus Gedi).

Ganz sicher führte der Weg dieser Kaufleute von der ostafrikanischen Küste auch nach Ceylon, der "Perle im indischen Ozean", wo Tamilen und Singhalesen ihre Kultur entwickelt hatten.

Der Fels von Sigiriya war damals nicht ein einsam im Dschungel stehender Felsen - sondern die uneinnehmbare und kunstvoll ausgeschmückte Festung eines abtrünnigen Prinzen, der sich sein eigenes Reich errichtet hatte.

Der dunkle Felsen mit den roten Farbeinsprengseln von Sigiriya macht bereits aus der Entfernung einen beherrschenden Eindruck. Doch bevor man das Gelände der eigentlichen Felsenfestung betritt, durchquert man die Überreste eines antiken Wassergartens, einer Ansammlung von Bassins auf gepflegter grüner Wiese, die älteste nachweisbare Parkanlage in Südasien.

Gut 3000 Menschen pilgern täglich nach Sigiriya, drängen sich auf den steilen Treppen zum Felsen hoch. Schließlich gilt die Anlage als das "achte Weltwunder“, ein Weltwunder, das wir allerdings einem Vatermörder aus dem fünften nachchristlichen Jahrhundert verdanken.

Die Geschichte von Sigiriya: Ein Prinz ermordet seinen Vater, muss dann fliehen, errichtet auf dem als uneinnehmbar erscheinenden Felsen seine Fluchtburg, wird aber trotzdem 18 Jahre später von der Armee seines aus Nordindien herangezogenen Bruders besiegt.

Wie immer der rächende Bruder das angestellt haben mag: Die Felsenfestung im Sturm zu nehmen wird ihm kaum möglich gewesen sein. Mächtige Monolithen dienten, noch heute an den eingeschlagenen Stufen erkennbar, als Wachtürme, und der eigentliche kegelförmige Felsen von Sigiriya ragt dann gleich steil insgesamt rund 400 Meter in die Höhe.

Neben den eisernen Treppen aus unserer Zeit sind noch die eingeschlagenen Stufen erkennbar, ein Auf- bzw. Abstieg, der damals eher beschwerlicher als heute gewesen sein muss.

Auf halber Höhe befindet sich die erste Plattform, die, für die Sigiriya zu einem der bekanntesten Touristenziele Sri Lankas wurde, die „Wolkenmädchen“, heute noch zwölf erhaltene in den Fels gemalte vollbusige Tänzerinnen oder mit feinen Gesichtern, die Farben noch immer so frisch, als wären sie erst vor kurzem aufgetragen worden. Neben dem schmalen Plateau mit den „Wolkenmädchen“ führt ein durch eine Mauer geschützter Gang an das Ende des ersten Plateaus. Das Besondere dieser „Spiegelmauer“: Hier wurden in früheren Zeiten die Fresken durch die Sonne reflektiert, so dass alles als ein gigantisches Felsgemälde erschienen sein muss.

Von diesem ersten Plateau bereits hat man einen Rundblick über die dicht bewaldete Umgebung bis zu den Hügeln in der Ferne, unmittelbar unter dem Felsen der Wasserpark als sattgrünes, geordnetes Einsprengsel in der urwüchsigen Landschaft. Von der Residenz des prinzlichen Vatermörders ist dagegen nur wenig geblieben. Ein ummauertes Bassin diente als Schwimmbad, von einem Löwentor begann der Aufstieg auf die eigentliche Plattform des Felsens. In der Mitte dieser zweiten Plattform  markiert ein eingelassener Stein die höchste und letzte Stufe – mehr ist hier von der ganzen Prachtentfaltung nicht geblieben. (Ein Reisetagebuch aus Sri Lankka und Sigiriya finden Sie hier)

 

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