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 Ich bin Charly!

 

Ich bin ein Nymphensittich. Meine federlosen Freunde haben mich im Februar 2005 aus einer Tierhandlung abgeholt. Ich habe keinen Fußring aber nach Auskunft der Tante aus der Tierhandlung war ich zu diesem Zeitpunkt ca. 4 Monate alt. Anfangs war ich bei meinen neuen "Eltern" ein paar Wochen alleine und ich hatte etwas Angst. Ich hatte einen wunderschönen Käfig und mir wurde sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Anfangs war ich sehr misstrauisch. Meine Lieblingsbeschäftigung war das Fauchen Doch ich merkte schnell dass mir die Federlosen nix Böses wollten und ich begann ihnen zu vertrauen und turnte ganz ungeniert auf ihnen herum. Eines Tages stupsten sie plötzlich mit ihren Fingern gegen mein rotes Bäckchen  Ich wußte gar nicht wie mir geschah doch das Gefühl war einfach unbeschreiblich schön. Mittlerweile weiß ich dass meine federlosen Freunde diesen Spaß "Kraulen" nennen  Also ich bin wirklich eine ganz verschmuste.  Am liebsten schmuse und kuschle ich mit dem männlichen Federlosen. Ahhhh ... an seinen Hals kuscheln und die Welt für einen Augenblick vergessen ... herrrrrrlich!

Eines Tages kamen meine federlosen Freunde mit einer Pappschachtel nachhause und aus dieser Schachtel plumpste ein Kollege zu mir den Käfig  Ich war ganz fertig von der Aufregung. Mein größter Wunsch hatte sich erfüllt: Ich hatte nun einen neuen Freund im Käfig sitzen  Meine großen Freunde nannten ihn "Otto". Ich wußte natürlich sofort dass Otto genauso wie ich ein Mädel war, aber meine zwei federlosen Freunde dachten anfangs ernsthaft Otto sei ein Männchen  Sie war eine wunderhübsche geperlte Lady. Aber seht selbst:

Wir hatten eine Menge Spaß zusammen und hatten nur Unsinn im Kopf  Otto war eine echte Freundin und ich habe alles mit ihr geteilt. Naja, fast alles! Mein männlicher federloser Freund war ganz alleine mein Kuschelpartner!! Das hat mir immer gar nicht gepasst wenn Otto mir nachgeflogen ist und auch auf meinem "Mann" gelandet ist  Aber sonst war eigentlich nichts vor uns sicher und wir haben uns super verstanden.

Doch eines Tages kamen unsere federlosen Freunde mit noch so einer Pappschachtel an  Und daraus hüpfte dann ein kleiner männlicher Schecke, den sie "Rudi" nannten. Ach du meine Güte, der war sofort in Otto verliebt und auch Otto war ganz angetan von ihm  

Ich gönnte ja Otto ihr Glück, aber mir wurde immer mehr langweilig, weil die beiden nur noch zusammen waren und mich dabei fast übersehen haben  Aber die beiden waren wirklich extrem glücklich miteinander. Rudi hat Otto auch immer wunderschöne Arien vorgesungen und Otto hatte richtig verliebte Herzchen-Augen

Aber die Situation wurde für mich immer schlimmer. Otto wollte plötzlich nichts mehr mit mir zu tun haben und hatte nur noch Augen für Rudi. Der hat mich auch völlig ignoriert und dann begann er auch noch mich zu attackieren und durch den Käfig zu jagen. Dabei wollte ich doch auch nur in ihrer Nähe sein  Einmal hat mich Rudi dann so fest in den Flügel gezwickt dass ich sogar geblutet habe

Ich merkte, dass sich meine federlosen Freunde große Sorgen um mich machten und anfingen, neue federlose Freunde für Otto und Rudi zu suchen. Es dauerte auch gar nicht lange, da kam eine weibliche Federlose und nahm Otto und Rudi mit  Plötzlich war ich gaaaaanz alleine  Ich rief nach den beiden doch es kam keine Antwort. Der Käfig erschien mir so riesengroß und so verlassen. Ich war traurig - sehr traurig  Meine federlosen Freunde kümmerten sich zwar ganz lieb und intensiv um mich, aber ich wollte doch wieder einen gefiederten Freund mit dem ich spielen kann, mit dem ich mich unterhalten kann, der immer bei mir ist und und und ....

Ich glaube aber dass meine federlosen Freunde das wußten und einen Plan ausheckten.  Tatsächlich! Ich wußte sie würden mir eine Einzelhaft niemals antun  Da war sie plötzlich wieder: Eine Pappschachtel!!

Es plumpste ein kleiner Schecke zu mir in den Käfig. Ich war ganz aufgeregt und zeigte mich von meiner schönsten und besten Seite  Der kleine Kerl scheinte noch sehr jung zu sein, aber egal, es war ein MANN!! Ganz für mich alleine!! Die Federlosen nannten ihn "Pino". Ach, war ich glücklich

Dieser kleine Kerl hatte von Anfang an keine Angst vor meinen großen Federlosen Freunden  Er ließ sich gleich am ersten Tag von ihnen ein wenig kraulen

Ich war hin- und hergerissen. Ich wußte nicht ob die Freude über einen neuen Freund oder die Eifersucht größer war  Aber die Freude hat gesiegt  Pino ist nun seit ein paar Wochen bei mir und vor kurzem hat er angefangen zu singen und ein wenig zu balzen. Ich glaube er ist ein wenig verliebt in mich, aber doch noch zu schüchtern um es zu zeigen  Ich finde ihn ja auch ganz süß und lasse ihn nicht aus den Augen. Mal schauen was die Zeit so bringt  Jedenfalls geht es mir im Moment sehr gut und genieße die Zweisamkeit mit Pino.

... to be continued ....

 
 

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