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Im Dezember 2001,ging unser Vater zum Arzt,zum Glück war er kein Mensch,der alles auf die lange Bank schob.Es wurde sofort ein EKG angelegt,weil der Arzt dachte,unser Papa hätte einen Herzinfakt,die Beschwerden die er hatte ,waren Brennen hinterdem Brustbein und ein Druckgefühl im Brustkorb. Es war zum Glück kein Herzinfakt,der Arzt gab unserem Vater eine Überweisung zum Gastroenterologen,er sollte eine Magenspieglung bekommen. Unser Vater nahm schon seitdem wir denken können,immer ein Medikament gegen Sodbrennen,wir dachten an nichts böses,er mußte öfters zur Magenspieglung. Der Termin war Mitte Dezember,man sagte ihm,das sie was sehen konnten,aber näheres wollten sie ihm nicht sagen,er sagte uns später er hat die ganze Zeit gewußt das es was bösartiges ist.....ich dachte immer noch es wäre nur ein Geschwür... Das Ergebniss dauerte eine Woche,doch der Arzt war zwischen Weihnachten und Neujahr im Urlaub,also bekam er die Ergebnisse erst im Januar 2002,unserem Vater ging es in der Zeit schon schlechter,er hatte sehr starke Schluckbeschwerden und abgenommen hatte er auch. Am 02.01.2002 bekam er die Diagnose Speiseröhrenkrebs..........ein SCHOCK für uns alle.Ich begab mich direkt ins Internet um Informationen über dieses Krebs zubekommen,von Speiseröhrenkrebs hatten wir noch nie gehört. Doch was ich da lesen mußte,war schon erschreckend,von Diaganose bis zum Tod vergehen meistens kaum ein Jahr,ich dachte das kann nicht.....doch nicht unser Papa. Das Jahr hatte neu angefangen und es konnte sein das er Weihnachten schon nicht mehr bei uns ist?????Nein ,das konnte nicht sein.... Am 14.01.02 kam er ins Krankenhaus,er wurde gründlich untersucht uns man stellte eine Verrengung der li.Halsschlagader fest,also mußte er erst einen Bypass bekommen,sonst hätte es sein können das er während der großen OP einen Schlaganfall erleidet,es wurde jedes Risiko ausgeschlossen. Die Ärzte waren sehr gewissenhaft und das gab uns ein sehr sicheres Gefühl.Am 24.01.02 war es dann endlich soweit unser Papa wurde operiert und wie hätte es auch anders sein sollen,verlief alles bestens.Jetzt mußte er sich nur noch von der OP erholen und die wurde dann am 06.02.2002 durchgeführt,sie zählte zu den schlimmsten Tagen in unserem Leben,doch das wußten wir zum Glück da noch nicht. Montagabend waren wir bei ihm und er war kreidebleich,es war vorher der Narkosearzt bei ihm,er teilte ihm mit,das 92% die OP überleben und der Rest verstarb,es war sehr schwer ihn davon zu überzeugen,das immerhin 92% sie überleben,er sah nur die 8% die verstarben....als wir dann fuhren war er beruhigter,zum Glück Am 06.02.2002 rief ich ihn noch vor der OP an um ihm alles Gute zu wünschen,ab jetzt hieß es warten,warten,warten.....man sagte uns,dass wir ca.17 Uhr auf der Intensivstation anrufen dürfen.....der Tag ging nicht um....es war schrecklich.....ich rief um Punkt 17 Uhr an,man sagte mir er ist noch nicht da.....was heißt das?ist alles gut gegangen? Dann endlich 17.30 Uhr kam unser Papa auf die Intensivstation,er hat alles gut überstanden Am nächsten Tag konnte er schon auf der Bettkannte sitzen,er machte erstaunliche Fortschritte,es hieß vor der OP,dass er in ein künstliches Koma gelegt wird,aber das brauchte er nicht....Mensch was waren wir stolz auf ihn.......es hieß Ende der Woche könnte er von der Intensiv runter......Wahnsinn,es war noch nicht mal eine Woche her,seit der OP.....doch dann kam der Sonntag,ich rief wie jeden Morgen auf Station an,man sagte mir,dass Papa einen Intensivkollaps hätte, wäre nicht schlimm und er wäre lieb dabei...tja so war unser Papa.....ich fuhr Nachmittags zu ihm,er war total verwirrt,wollte Cola von mir,der Arzt hätte es ihm erlaubt,naja die Schwester hat mich ja darauf vorbereitet doch plötzlich drehte er sich zur Seite,war am frieren und sagte immer ihm sei so kalt.Die Schwester gab ihm was zur Beruhigung und er hatte hohes Fieber. Am nächsten Morgen rief ich wieder an und man sagte mir,das sie mit unserem Papa gesprochen haben uns das sie ihn in ein künstl.Koma legen wollen,er könnte sich dann besser von der OP erholen......ab da an schlief unser Papa 2 1/2 Wochen.....der Dienstag war unverändert und sie bekamen ,dass Fieber nicht in den Griff,es war der 12.02.2002...abends rief ich wieder an und man sagte mir,sie müßten notoperieren,mein Papa hätte eine Sepsis.....er wurde notoperiert..in der Nacht von dem 12. auf den 13.2.,der Arzt sagte mir es kann sein,dass er die OP nicht überlebt.....es war der 13.2....wir haben gedacht,er darf nicht sterben,dann kann nicht sein.....es kann nicht passieren,das beide Elternteile an einem 13.2. sterben,unsere Mama starb 1990 mit nur 39 Jahren und jetzt Papa???nein das konnte nicht sein.....wir waren die ganze Nacht auf,ich hab gebetet obwohl ich nicht gläubisch bin.... Die nächsten 2 Wochen waren unverändert,sie bekamen die Sepsis nicht in den Griff,er hatte nach wie vor Fieber.....was war passiert,wie konnte es dazu kommen??? Während der OP haben sie ihm,das Stück von der Speiseröhre die vom Krebs betroffen war heraus genommen und einen Magenhochzug durchgeführt und diese Nahtstelle ist abgestorben weil sie nicht mehr richtig durchblutet wurde und dadurch kam es zu dieser Sepsis...... In der Notoperation haben sie ihm die Stellen die abgestorben waren rausgeschnitten,sie mußten ein Teil vom Magen und noch etwas von der Speiseröhre entfernen,damit sich alles gut erholt und heilt,mußte die Speiseröhre für 3 Monate aus dem Hals verlegt werden,er hatte immer ein Beutel am Hals befestigt in dem der Speichel floss.........es hieß aber das unser Papa für 3 Monate nichts essen durfte....aber das war in dem Moment die kleinste Sorge...mein Vater befand sich immer noch im Koma und die Ärzte sagten uns.....sie wüßten nicht wie es weitergeht.....unser Vater würde sich auf dem Scheideweg befinden und keiner weiß für welchen Weg er sich entscheidet....es waren Horrorwochen für uns..... Dann nach 2 1/2 Wochen die erlösene Nachricht,er ist stabil und kann aus dem Koma geholt werden....wir fuhren direkt zu ihm hin.....die Ärzte sagten uns wie sollen ihm sagen,was für ein Datum wir haben und was alles in den letzten 2 Wochen passiert ist...nicht mit ihm sondern allgemeines...... Als ich kam,war mein Vater am schlafen.....oh Gott,wie schlimm sah er aus?Da habe ich mich zum ersten Mal gefragt,bin ich zu egoistisch,weil ich möchte das er lebt????was muß er dafür alles in Kauf nehmen....es war alles so schlimm.... Mein Vater konnte nicht sprechen weil er noch künstl.beatmtet wurde,aber seine Blicke sagten alles,wenn wir was nicht verstanden haben was er meinte und ich hab ihn leider sehr oft nicht verstanden,er rollte dann immer nur die Augen.... Zum schreiben war er noch zu schwach,wir brachten ihm eine kleine Kindertafel mit Magnetbuchstaben ins Krankenhaus und es klappte prima....aber so wie mein Vater immer war,erholte er sich sehr schnell und konnte schon sehr bald auf normale Station verlegt werden..... Er lag insgesamt 7 Monate im Krankenhaus immer mit kleinen Unterbrechungen die er zu Hause war..... von Februar bis Juni durfte er nix essen oder besser er konnte nichts essen.....und dann sieht man im Fernseh nur Werbung mit Essenssachen,es war nicht ganz leicht für ihn,zu dem Zeitpunkt wog er nur 38 kg und das bei 1,72 m....aber er konnte ziemlich flott laufen,ich fragte mich oft wo er die Kraft her nahm. An einem ganz heißen Tag im Juni sagte er zu mir,er hätte so einen Heißhunger auf Rollmöpse....hmm,wir hatten ihn immer etwas zum Essen mitgebracht,er lutschte es nur und spuckte es dann aus,es reichte ihm aus,nur einen anderen Geschmack im Mund zu haben.... Jetzt zurück zu den Rollmöpsen,es gab keinen Wunsch den wir ihm nicht erfüllt haben,also bekam er Rollmöpse und diese Aufgabe dufte meine Schwester übernehmen*grins*....er lutsche die Rollmöpse...der Beutel war ihm zulästig,weil er zu schnell voll wurde,er nahm ihn ab...und der ganze Speichel und auch ein paar Fischstücken,die er ausversehn runterschluckte, lief aus dem Loch am Hals entlag(hört sich jetzt nicht ganz lecker an,sorry) aber meine Schwester sagte,es war ein Genuß meinen Vater zu zusehen,es hat ihm geschmeckt. Im Juni wurde die Speiseröhre dann zurückverlegt,es wurde ein Stück Darm als Speiseröhre geformt und vernäht,es verlief alles prima...nur nach 7 Tagen,bekam er wieder hohes Fieber,sein Bauchfell war stark entzündet und vereitert,wieder Notop,diesmal sind die Nähte am Darm abgestorben,er bekam einen vorläufigen künstl.Darmausgang,das war für unseren Vater schlimmer,als 3 Monate nichts essen zukönnen,er meinte jeder würde das sehen riechen aber das stimmte nicht..... Ich hab schon sehr viel von seinen Komplikationen erzählt,es waren noch viel mehr bis das Jahr 2002 endlich zu Ende war,ich hab jetzt nur die schlimmsten genannt,er hatte in der Zeit noch jede Menge Lungenentzündungen,weswegen er immer in KH mußte.......unser Papa sagte immer,er nimmt alles mit was umsonst ist.....aber darauf hätte er oder wir gerne verzichtet
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