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Die Beerdigung war sehr
traurig und wunderschön zugleich,die Rednerin sprach als wenn sie unseren Papa
schon jahrelang gekannt hatte,bevor die Rede anfing wurde auf der Orgel das Lied
"Tears in Heaven gespielt,nachdem die Rednerin sehr persönliches über unseren
Vater gesprochen hat,wurde das Lied Morning has Broken von einer Sängerin
gesungen.......
Unser Vater hat nie mit uns
über den Tod gesprochen,er dachte immer er wird wieder gesund....deshalb wußten
wir auch nicht,wie er gerne beerdigt werden möchte......Herr Jusinski war dabei
als mein Vater starb und hat zu uns gesagt,dass wir alles für unseren Vater
getan haben und jetzt müßten wir entscheiden,was für uns das Beste
ist.
Für uns Kinder war direkt
klar,wir wollten unseren Papa nicht in einem Sarg liegen sehen,wir waren dabei
als er starb wir waren bei ihm bis das Bestattungunternehmen ihn
abholte und wir würden uns immer vorstellen wie er darin liegen würde,also
entschieden wir uns für eine Feuerbestattung so war auch wenigstens der
Krebs in ihm vernichtet.


Die Rednerin erzählte noch
die Geschichte vom Dachs,wir fanden sie so schön und passend,Herr Jusinski nahm
uns nach der Trauerfeier in den Arm und sagte:"Er war unser Dachs"
Deshalb wollen wir sie hier
auch noch reinsetzten,obwohl sie sehr lang ist....
war es auch so.Hier ist die
Geschichte:
Auf eine einfache und doch sehr poetische Weise
vermittelt die Erzählung „Leb wohl, lieber Dachs“, wie sehr der Tod zum Leben
gehört. Sie vermittelt, wie wichtig die Erinnerung ist, und sie macht deutlich,
daß unsere Trauer ein Ziel hat. Es ist eine sehr menschliche
Geschichte.
LEB WOHL, LIEBER DACHS
Der Dachs war verläßlich,
zuverlässig und immer hilfsbereit. Er war auch schon sehr alt, und er wußte fast
alles. Der Dachs war so alt, daß er wußte, er würde bald sterben. Der Dachs
fürchtete sich nicht vor dem Tod. Sterben bedeutete nur, daß er seinen Körper
zurückließ. Und da sein Körper nicht mehr so wollte wie in früheren Tagen,
machte es dem Dachs nicht allzu viel aus, ihn zurückzulassen. Seine einzige
Sorge war, wie seine Freunde seinen Tod aufnehmen würden. Er hatte sie schon
vorbereitet und ihnen gesagt, irgendeinmal würde er durch den Langen Tunnel
gehen. Er hoffe, sie würden nicht zu traurig sein, wenn seine Zeit gekommen
war. Eines Tages beobachte Dachs, wie der Maulwurf und der Frosch den Hügel
hinunterliefen. Während er ihnen nachsah, fühlte Dachs sich ungemein alt und
müde. Nichts hätte er sich mehr gewünscht, als mit seinen Freunden
umherzutollen. Doch er wußte, daß seine alten Beine es nicht erlaubten. Er
schaute den beiden lange zu und freute sich, daß sie so vergnügt waren. Als
er nach Hause kam, war es schon spät. Er sagte dem Mond gute Nacht und zog die
Vorhänge vor der kalten Welt draußen zu. Langsam näherte er sich dem wärmenden
Feuer, das tief unter der Erde auf ihn wartete. Er aß sein Abendbrot und setzte
sich dann an den Schreibtisch, um einen Brief zu schreiben. Als er fertig war,
ließ er sich im Schaukelstuhl neben dem Kamin nieder. Er schaukelte sanft hin
und her und war bald eingeschlafen. Und er hatte einen seltsamen, doch
wundervollen Traum, wie er ihn nie zuvor geträumt hatte. Dachs lief. Zu
seiner höchsten Überraschung lief er munter dahin. Vor ihm öffnete sich ein
langer Tunnel. Seine Beine trugen ihn kräftig und sicher dem Tunnel entgegen. Er
brauchte keinen Spazierstock mehr, also ließ er ihn liegen. Dachs lief leicht
und behende, schneller und immer schneller durch den langen Gang, bis seine
Pfoten den Boden gar nicht mehr berührten. Er fühlte, wie er kopfüber stürzte,
wie er hinfiel und sich überschlug, aber er tat sich überhaupt nicht weh. Er
fühlte sich frei. Es war, als wäre er aus seinem Körper herausgefallen. Am
folgenden Tag versammelten sich seine Freunde vor dem Eingang am Dachsbau. Sie
machten sich Sorgen, weil der Dachs nicht wie sonst herausgekommen war, um ihnen
einen guten Morgen zu wünschen. Der Fuchs eröffnete ihnen die traurige
Nachricht. Er sagte, daß Dachs tot sei. Dann las er ihnen den Brief vor. Darin
stand nur: "Bin durch den langen Tunnel gegangen. Lebt wohl, Dachs." Alle
Tiere hatten den Dachs liebgehabt, und alle waren sehr betrübt. Besonders der
Maulwurf fühlte sich allein und verlassen und furchtbar unglücklich. Abends
im Bett mußte der Maulwurf immer an Dachs denken. Tränen liefen ihm über die
samtene Nase hinab, bis die Bettdecke klatschnaß war, die er zum Trost fest
umklammert hielt. Draußen begann es zu schneien. Bald deckte eine dicke
Schneeschicht die Behausungen der Tiere zu, in denen sie es die kalten Monate
hindurch warm und gemütlich hatten. Der Schnee begrub das Land unter sich, aber
er konnte die Traurigkeit nicht begraben, die die Freunde des Dachses
erfüllte. Der Dachs war immer zur Stelle gewesen, wenn ihn einer brauchte.
Die Tiere wußten nicht, wie sie jetzt ohne ihn zurecht kommen sollten. Dachs
hatte ihnen gesagt, sie sollten nicht traurig sein. Aber das war schwer. Als es
anfing, Frühling zu werden, besuchten die Tiere einander oft und redeten von der
Zeit, als Dachs noch lebte. Der Maulwurf konnte besonders geschickt mit der
Schere umgehen. Und nun erzählte er, wie Dachs ihn einst gelehrt hatte, aus
einem zusammengefalteten Bogen Papier eine Maulwurfskette auszuschneiden. Er
erinnerte sich, wie sehr er sich gefreut hatte, als ihm sein Meisterstück
gelungen war: eine ganze lange Kette von Maulwürfen, die sich an den Pfoten
hielten. Der Frosch war ein glänzender Schlittschuhläufer. er erinnerte sich,
wie Dachs ihm geholfen hatte, die ersten unsicheren Schritte auf dem Eis zu tun.
Dachs hatte ihn behutsam über das Eis geführt, bis er sich sicher genug fühlte,
um allein darüber hinzuflitzen. Der Fuchs dachte an die Zeit, als er ein
junges Füchslein war. Und wie es ihm nicht und nicht gelingen wollte, einen
ordentlichen Krawattenknoten zu binden. Schließlich hatte ihm Dachs gezeigt, wie
man es machte... Der Dachs hatte Frau Kaninchen sein Spezialrezept für
Lebkuchen gegeben und ihr gezeigt, wie man Lebkuchenkaninchen backte. Frau
Kaninchen war in der ganzen Gegend für ihre Kochkunst berühmt. Als sie von ihrer
ersten Kochstunde bei Dachs erzählte, konnte sie beinah den köstlichen Duft
frisch gebackener Lebkuchen schnuppern. Jedes der Tiere bewahrte eine
besondere Erinnerung an Dachs - irgendetwas, was er sie gelehrt hatte, und was
sie jetzt ausnehmend gut konnten. Dachs hatte jedem von ihnen ein
Abschiedsgeschenk hinterlassen, das sie wie einen Schatz hüteten. Mit ihren
verschiedenen Gaben konnten sie alle einander helfen. Mit dem letzten Schnee
schmolz auch die Traurigkeit der Tiere dahin. Sooft der Name des Dachses fiel,
kam einem von ihnen eine neue Schmunzelgeschichte in den Sinn. Eines warmen
Frühlingstages wanderte der Maulwurf über den Hügel, wo er den Dachs zum letzten
Mal gesehen hatte. Hier wollte er dem Freund für sein Abschiedsgeschenk danken.
"Danke, Dachs", sagte er leise. Er war überzeugt, daß ihn der Dachs hörte. Und -
vielleicht war es auch so.
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