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So viel ist schon vom Wind verweht Beginnt man Blicke in die Vergangenheit zu werfen, Gedanken schweifen zu lassen, um Erinnerungen wachzurufen, dann ist dies ein untrügerischen Zeichen dafür, dass die Zukunft kürzer ist, als die Vergangenheit. Natürlich möchte ich auch einige Details, aus meinem Leben erzählen, nicht Alles aber doch Einiges. Es könnte möglicherweise ganz interessant werden. Ich kann ja doch mindestens 60 Jahre Lebenserfahrung vorweisen. Am 17. Juni 1942 begann mein Kampf in meinem Geburtsort Leonfelden - Heute Bad Leonfelden.  Zu Leonfelden: 1154 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Namens Lonveld. 1356 wird Leonfelden zum Markt ernannt. In den Jahren 1422, 1426 und 1427 wird der Ort mehrmals von den Hussiten aus Böhmen uberfallen und schlussendlich niedergebrannt. Am 2. Jänner 1506 erfolgte durch Kaiser Maximilian I die Verleihung des Wappens. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) starben am 30. August 1626 in einer Schlacht des 2. Oberösterreichischen Bauernkrieges ungefähr 500 aufständische Bauern auf dem Gemeindegebiet. Am 24. Juli 1961 wird der Ort mit Beschluss der Landesregierung zum Kurort erklärt. Mit der Eröffnung des Heilbades am 15. Juli 1962 erfolgt die Erhebung des Ortes zum Kurort Bad Leonfelden. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Nach dem Krieg hatte man noch dermassen Angst, dass man selbst die Geburtsurkunde zerknüllte und vernichten wollte. Aber es ist doch nicht ganz gelungen. Mein Vater meine Mutter, mein Bruder, meine Schwester in den 40er Jahren 1942-1948 Schönste Zeit, keine Ahnung noch von der Welt, jedenfalls war die Welt noch in Ordnung. Kindheit: Freunde, Mitschüler die uns schon verlassen haben, einige davon in sehr sehr jungen Jahren. Gaishofer Monika Stockinger Ulrike Franz Hintermüller Niederhofer Werner Staa Dieter van Mraz Werner Danzer Erich Kapl Armin 1952 | Stehend | Letzte zur ersten Reihe - Von links nach rechts | | Maria Hofstadler Lehrerin | Kastner F.+, Niederhofer W.+, Danzer E.+, Staa H., Kreindl R., Mraz W.+, Bieberhofer S., | | Söllinger I. | Wiltschko H., Fillipp H., Manzenreiter H., Urban B., Stockinger H., Stimmeder E., Heinzl | | Holzlechner H. | Enzenhofer M., Haiböck G., Brenner G., Thanner R., Huemer , Krennmair M., | | ? | Altmüller F., Altmüller J., Reisinger O., Haiböck H., Kreindl G., | | ? | | | Kepplinger O. | | .... und natürlich unsere hübschen Mädchen mit Lehrer und Lehrerinnen der Hauptschule Leonfelden Heute Unser allerseits verehrte und geliebte Volksschul-Lehrerin Maria Hofstadler (vereh. Funk) DDr. Herwig van Staa, ehem. Landeshauptmann von Tirol Grossbrand in Schenkenfelden am 23. April 1951 Ein katastrophaler Tag, für die Bewohner des Marktes Schenkenfelden. Der gesamte Markt Schenkenfelden stand in Flammen. Mehrere Feuerwehren aus nächster Umgebung waren im Löscheinsatz. Der Ort war in Flammen und Rauch gehüllt, Auf den damals noch mit Stroh gedeckten Dächern versuchten Menschen mit feuchten Leintüchern dem Feuer Einhalt zu gebieten.Ein Grossteil der Bevölkerung hat ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Als wir nach dem Brand eingetroffen sind, bot sich ein Bild des Grauens, verbrannte Schweine und Kühe lagen umher. Etwa 15 Gebäude, die Kirche, Schule und Pfarrhof und einige Scheunen brannten komplett nieder. Aber es kamen auch 2 Menschen in den Flammen um. Dies war für uns Kinder, ich war damals 9 Jahre, ein Ereignis welches nicht mehr aus der Erinnerung wegzudenken ist. Ich hätte natürlich gerne Fotos von dieser Katastrophe eingestellt. da jedoch das Kopierrecht dieser Fotos nicht bei mir liegt wurden Versuche gestartet an diese Fotos heranzukommen. In diesem Zusammenhang verhielten sich ein Hr. Dr. Wolfgang Weidl und Hr. Cejka, sehr sehr kooparativ, da diese meine Ersuchen mit Ignoranz beantworteten, als gar nicht. Ein spezielles Dankeschön an diese. 23. April 1951: Großbrand in Schenkenfelden. Aus der Pfarrchronik Leonfelden: „Die Feuerwehr Leonfelden wollte am Samstag, dem 6. Jänner, gerne den Feuerwehrball halten. Der Pfarrvicar ersuchte ernstlich, davon Abstand zu nehmen, damit keine Sonntagsentheiligung entsteht, da war der ganze Markt ganz aufgebracht und aus Trotz hielt man gar keinen Feuerwehrball. Die Sache klärte sich, da manche Mißverständnisse waren.“ Leonfeldens Feuerwehrmänner leisten beim Einsatz anläßlich eines Großbrandes am 23. April (11,20 Uhr) in Schenkenfelden tatkräftige Hilfe. Die Kirche, 15. Häuser und 2 Menschen fielen den Flammen zum Opfer. 26 Feuerwehren waren im Einsatz Unsere Wehr war als 1. auswärtige Feuerwehr am Brandplatz, schirmte unter Kdt. Ehrnleitner die nordseitige Häuserzeile ab uns verhindert so eine noch größere Katastrophe. Zeitung „Linzer Volksblatt“ vom 24. April 1951: Furchtbare Bandkatastrophe in Schenkenfelden Zwei Menschen in den Flammen umgekommen 16 Gebäude vernichtet Der 23. April 1951 wird als Schreckens- und Unglückstag in die Geschichte des Marktes Schenkenfelden eingehen. Kurz vor 12 Uhr kam der Feueralarm in die Landeshauptstadt, der Sender Linz verbreitete ihn bei den Mittagsnachrichten über das ganze Land. Es hieß zuerst, 40 Anwesen stünden in Flammen. Diese Nachricht erwies sich Gott sei Dank als übertrieben. Das ist aber nur dem Umstand zu danken, daß die Martkbewohner und die Feuerwehr mit heroischen Einsatz sofort alles getan haben, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Etwa um halb 12 Uhr wurde man im Gasthaus Hurnaus auf starke Rauchentwicklung aufmerksam. Es wurde Alarm gegeben. Doch die Flammen schlugen schon über das Dach hinaus und fraßen sich wütend weiter durch das Gebälk de Stalles und der Scheunen. Die anwesenden Hausbewohner versuchten, ihre Habseligkeiten zu retten und das Vieh ins Freie zu bringen. Hierbei fand die im 60. Lebensjahre stehende Magd Katharina Ratzenböck den Tod. Sie sank im Schweinestall zusammen und wurde dann als verkohlte Leiche aufgefunden. Seit ihrem 14. Lebensjahr war die Magd im Hause, sie war die Treue in Person und ihr Leben lang die zuverlässigste und fleißigste Arbeiterin gewesen. In der letzten Zeit freute sie sich allerdings schon auf ihren Ruhestand, denn sie hätte bald Anspruch auf die Altersrente gehabt. Bei Hurnaus konnte kein Vieh gerettet werden. Es verbrannten sechs Kühe, zwei Kalbinnen, zwei Pferde und mehrere Schweine. Von hier sprang der Brand auf das Anwesen Neulinger über, griff weiter auf das Anwesen Gossenreiter (vulgo Wagner) und auf das Anwesen Mair, wo das Vieh noch zur Not ausgebracht werden konnte. Das vom Feuer völlig eingeschlossene neugebaute Haus Bergsmann hielt dem Wüten des Elementes stand; es zersprangen in der Hitze wohl Auslagen- und Fensterscheiben, ansonsten wurden nur die „Mauerbank“ und ein Teil des Dachstuhles angekohlt. Schon hatte aber der Wind brennende Strohfetzen auf den Pfarrhof hingeweht, das Feuer breitete sich unheimlich rasch aus. Die Anwesen Elmecker und Gaber-Elmecker loderten auf, gaben die Flammen weiter zum Gasthaus Freunschlag. Plötzlich brannte auch der Dachstuhl der Kirche. Die glühende Lohe schlug hinauf zum Kirchturm und daneben begann fast zur gleichen Zeit das Dach der Schule zu brennen. Es heulte und krachte schauerlich, es wäre kein Wunder gewesen, wenn die Leute von Entsetzen gelähmt worden wären. Doch mit einer beispielhaften Tapferkeit ging alles ans Rettungswerk. Es war unsäglich schwer, denn in den nächsten Minuten konnte das eigene Haus erfaßt sein. Aber die Nachbarschaftshilfe zeigte sich in gerade vorbildlicher Weise. Pfarrer Franz Müller drang in die brennende Kirche ein, um das Allerheiligste zu retten. Er wurde dabei durch ein herabstürzendes brennende Stück knapp über dem linken Auge an der Stirn verletzt. Der Dachstuhl der Kirche und der Zwiebelturm stürzten mit Getöse ein. Die sechs Glocken fielen von den brennenden Stühlen auf das Gewölbe nieder, wo sie noch liegen und durch ihr Gewicht auch einen Gewölbeeinsturz hervorrufen können. Das Innere der Kirche selbst blieb fast unversehrt. Über zollhohen Wasser auf dem Boden ziehen noch dicke Rauchschwaden. Vom Gasthaus Freunschlag griff das Feuer weiter auf das Kaufhaus Hirnschrodt und das Anwesen Schrems über. Der Wind kam nun stärker aus Nord und trieb die Funken auf die etwa 300 Schritte entfernten Anwesen Manzenreiter (vulgo Pötscher) und Zeirzer. Das zweite Todesopfer Während der Sohn Johann Manzenreiter an den Löscharbeiten teilnahm, fing der Hof seiner Eltern zu brennen an. Der Vater, der 55jährige Besitzer Josef Manzenreiter, wollte das Vieh aus dem Stall lassen, doch fingen seine Kleider Feuer. Er flüchtete noch durch Rauch und Glut ins Freie, brach aber knapp vor dem Haus zusammen und verbrannte bei lebendigem Leibe. Die Hitze machte es unmöglich, ihn in Sicherheit zu bringen. In der Umgebung brannten dann noch einige Scheunen nieder. Die Feuerwehren (insgesamt 26) leisteten wohlorganisiert eine gigantische Arbeit. Als erste Wehren der Umgebung waren die von Leonfelden, Hellmonsödt, Habruck (Reichenau), Oberbairing und Königschlag eingetroffen, die sofort in Aktion traten. Erstaunlich schnell erschien auf die Berufsfeuerwehr Linz mit zwei Gruppen, einem Sonderfahrzeug und einem Tanklöschwagen (1500 Liter). Sie stand unter der präzisen und umsichtigen Leitung Oberkommissärs Stummvoll und Kommissärs Tagwerker. Außerdem kamen aus Linz die Feuerwehrschule mit einem Zug und eine Gruppe der Bundesbahn-Feuerwehr. Von weit und breit kamen weitere Wehren heran und halfen beim Rettungswerk. Ihnen ist es zu danken, daß das Unglück nicht noch ärgere Ausmaße annahm. Tapferkeit der Frauen Etwas darf nicht vergessen werden: Frauen und Mädchen von Schenkenfelden haben sich in einem Ausmaß an den Rettungs- und Löscharbeiten beteiligt, das im schönsten Sinn des Wortes als heldenhaft bezeichnet werden muß. Viele haben ihres Lebens nicht geachtet, sind in die brennenden Ställe eingedrungen und haben das Vieh ins Freie gebracht. Sie haben einen Mut bewiesen, der Bewunderung hervorrufen muß. Rühmend muß auch die Nachbarschaftshilfe anerkannt werden, die während der Katastrophe wie auch nachher bewiesen wurde. „Nachbar, die Roß‘ kannst bei mir einstellen!“ – „Mair, hol dir ein Heu bei mir!“ – „Kopf hoch, Nachbar, wir helfen dir!“ Solchen Trost und solche Hilfsbereitschaft konnte man immer wieder hören. De Feuersbrunst konnte um 14,30 als lokalisiert angesehen werden. Die Gendarmerie von allen Posten des Bezirkes versah energisch den Ordnungsdienst. Noch während des Brandes erschienen der Staatsbeauftragte für das Mühlviertel, Landesrat Blöchl, Landesfeuerwehrkommandant Hartl und die Landesgendarmeriekommandanten Oberst Dr. Mayr und Major Lohwasser am Brandplatz. Wie wir erfahren, ist ein Großteil der verbrannten Gebäude unterversichert. Der Schaden beträgt 10 bis 15 Millionen Schilling. Geen 17 Uhr waren bereits die Kommissionen mit der Erhebung der Brandursache beschäftigt, wobei zunächst Kurzschluß als Ursache angenommen wurde. Wie wir von der Gendarmerie erfahren, wurde etwa eineinhalb Kilometer außerhalb des Ortes ein verdächtiger junger Bursche angehalten, der eine halbe Stunde vor Ausbruch des Brandes im Gasthaus Hurnaus gesehen worden war. Die Einvernahme des Verdächtigen fand in den frühen Morgenstunden statt. Der Ort selbst bot gegen 18 Uhr ein Bild des Jammerns. In den Gehöften verschwelte herabgestürzte Balken. Männer und Frauen des Ortes suchten aus den Trümmern ihre letzten Habseligkeiten. Wir begegneten Fachlehrer Kaar. Er unterrichtete zur Zeit des Brandes in Leonfelden und eilte nach der ersten Hiobsbotschaft sofort herbei. Seine Frau lag mit einer Venenentzündung daheim. Sie hatte sich sofort mit ihren eineinhalb- und zweijährigen Kindern aus dem Haus gerettet. Die ganze Wohnungseinrichtung verbrannte jedoch. „Wir haben nur gerettet, was wir anhaben!“ sagte der Fachlehrer. Und so ging es vielen. Das Feuer raste mit furchtbarer Geschwindigkeit über den Ort. Die einen saßen bei Mittagessen, die anderen weilten am Felde. Es herrschte kein Wassermangel Viele schwer gefährdete Häuser des Marktes konnten oft gerade im letzten Augenblick gerettet werden. Dies ist vor allem auch dem Umstand zu verdanken. daß die zahlreichen Feuerwehren keinen Wassermangel hatten. Dabei sollte am Dienstag, also am nächsten Tag, der Löschteich abgelassen werden. Es ist unvorstellbar, welche Auswirkungen dies mit sich gebracht hätte. Gerade hier hat sich also wieder einmal die Bedeutung eines Löschteiches erwiesen, was vielen anderen Gemeinden eine Lehre sein sollte. Die Schäden bei mancher Baulichkeit sind nicht so arg, daß sie nicht behoben werden könnten. So kann das gut ausgestattete Schulgebäude gerettet werden, wenn bald genügend Dachpappe zum Abdecken herbeigeschafft werden kann. Es wird daher an die Bevölkerung um Beschaffung von Dachpappe und Ziegel für den schwer betroffenen Mühlviertler Markt gebeten. Bezirkshauptmann Müllner hat gleichzeitig eine Nachbarhilfe organisiert. Die umliegenden Gemeinden mögen Futtermittel spenden, damit das gerettete Vieh versorgt werden kann. Wie wir abschließend von „Rettung“ erfahren, erlitten zwölf Personen Schnitt- und Brandwunden. Zur Hilfeleistung war ein Rettungswagen aus Linz erschienen. Drei Feuerwehrleute trugen bei den Rettungsarbeiten leichte Verletzungen davon. Frühere Großbrände in Schenkenfelden: Schon im Jahre 1531, wurde Schenkenfelden ein Raub der Flammen. Am 23. März 1636 wird Schenkenfelden erneut von einem Großbrand heimgesucht, bei dem 32 Häuser in Asche gelegt wurden. Der nächste Brand war dann 1676, 1774 brannte der Pfarrhof ab, bei dem sämtliche Dokumente dem Feuer zum Opfer fielen. Dann wurde es wieder 1808 und 1809 von einem Feuer heimgesucht. Fotos welche vom Brand eingestellt werden, wurden liebenswürdigerweise von Hr. Rudolf Hraba (Kommandant FF Schenkenfelden) zur Verfügung gestellt. Es gibt Gottseidank auch noch freundliche und zuverlässige Personen bei der Feuerwehr !!!! Situation vor dem Brand in Schenkenfelden Im Jahr 1951, 6 Jahre nach dem Zusammenbruch des 2. Weltkrieges, war unser Heimatland Oberösterreich in 2 Teile gespalten; südlich der Donau herrscht die amerikanische Besatzungsmacht, im Mühlviertel regierten die Russen. Dies brachte für dien wirtschaftlichen Wideraufbau unseres Landes große Erschwernisse. Für das Mühlviertel wurde ein eigener Staatsbeauftragter eingesetzt, es war dies der Landwirt und Landesrat Johann Blöchl vom “ Hoatmoargut“ in Lasberg. Er war gleichsam ein Landeshauptmann für das Mühlviertel. Er machte seine Sache ausgezeichnet; er verstand es mit den Russen umzugehen und „Land und Leute“ hatten ihm viel zu verdanken. Der Markt Schenkenfelden hatte damals etwa 100 Hauser aber es fehlten die vielen jungen Männer, als Arbeitskraft, welche der Krieg für immer genommen hatte und diese nicht mehr zurückkamen. Die Straßen waren schmal, nicht asphaltiert, bei Trockenheit staubig, bei Schlechtwetter oder Frostaufbruch matschig dass man oft knöcheltief oder höher fast stecken blieb und daher waren Gummistiefel das allerbeste Schuhwerk. Gummibereifung für Fahrzeuge war eher noch ein Fremdwort und sodass sich diese mit den schmalen Holzrädern mit Eisenreifen tief in den Morast einschnitten. Neben den auch heute bestehenden, aber jetzt breiten Straßenzügen im Markt, gab es noch die starkbefahrenen Diagonalverbindungen auf dem Marktplatz, von denen wieder eigene Zufahrten zu den einzelnen Toreinfahrten der Häuser bestanden. Es gab keine Gehsteige entlang des Häuser und Straßenzüge. Vor den Hauseingängen waren meist ein paar Steinplatten verlegt. Die Schule war damals vierklassig. Das Gebäude war mit Eternit gedeckt, hatte auf der Kirchenseite 2 Stiegeneingänge, für die Klassenzimmer und die Oberlehrerwohnung und einen weiteren Eingang für die spätere Garderobe. Die Kirche hatte am Turm ein schönes Zwiebeldach mit einer Laterne, in der das Zinnglöckerl hing. Er war mit Blech verkleidet; Kirchenschiff und Anbauten waren mit Holzschindeln gedeckt. Nachdem die Pfarre 8 Jahre lang nur mit Pfarrprovisoren besetzt war, zog nach der diazösanen Ausschreibung Mitte April 1951 der Pfarrherr von Haigermoos Franz Müller als neuer Pfarrer im Pfarrhof ein. Im Markt gab es damals 8 Gasthäuser: 3 Kaufgeschäfte und das Gerstlhaus, wo auch die Post und Trafik untergebracht war. 2 Bäcker und eine Fleischhauerei. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der seinerzeitige Pater Grasböck (jetziger Pfarrer in Steyr) nebenbei auch in der am Marktplatz befindlichen Handlung Hofstadler als Knecht arbeitete. Mit welchen doch noch primitiven Mitteln in der Landwirtschaft gearbeitet wurde ist heut nicht mehr vorstellbar. Grossbauern nahmen Pferde aus ihrem Stall, andere mussten sich mit Kühen und Ochsen begnügen. Jegliche Tätigkeiten mussten per Hand durchgeführt werden, es gab hierorts keine Traktoren oder motorbetriebene Landmaschinen. Die Stromversorgung erfolgte durch das Kleinkraftwerk Lasberg (Besitzer Kreslehner), ein Stauwerk des Feistritzbaches, vor der Einmündung in die Feldaist. Das Werk war völlig überfordert, so dass es zu den Stoßzeiten, besonders beim Maschinendreschen oft zum Zusammenbruch kam oder in den Lampen nur ein roter Faden glühte. Keine Kanalisation, keine öffentliche Wasserleitung. Einige Häuser hatten eigene Brunnen oder eine eigene kleine Wasserleitung. Dort besorgte man sich auch für die Schule das Trink- und Nutzwasser. Bei Wolkenbrüchen kam es des öfteren vor, dass im trüben Wasser auch einige Regenwürmchen herumschwammen. Bad WC Dusche, heute eine Selbstverständlichkeit waren damals Fremdwörter und Luxus. Meistens musste man sich zum Wäschewaschen mit Bächen oder Waschhäusern bedienen. In der heutigen Zeit nicht mehr vorstellbar. Da es keinen motorisierten Straßenverkehr gab, standen die Straßen und Wege im Winter den Kindern und am Abend den Jugendlichen zum Schlittenfahren und Rodeln zur Verfügung. Das „Pflaster“, der Ledererberg oder der Hohlweg im Krawaten, war besonders beliebt. In monatlichem Abstand kam auch das „Wanderkino“, nach Schenkenfelden wo im Bernhardsaal Filme vorgeführt wurden. Soweit in aller Kürze ein Situationsbericht über die damaligen Verhältnisse in Schenkenfelden. Sehr häufig hielt ich mich während der Schulzeit in Reichenau OÖ auf         | Reichenau Am Fuße der Schloßruine und am Ursprung der Großen Gusen liegt auf 665 m Seehöhe Reichenau. Der Markt befindet sich 20 km nordöstlich von Linz. Sehenswert sind die gotische Pfarrkirche (1473), die erst kürzlich restaurierte Burgruine (1315) mit den im Sommer stattfindenden Burgfestspielen und Festen, der Pranger (1539) und das Renaissancetor (1594) am Marktplatz. Wer sich in der schönen Umgebung in der Natur bewegen will, kann dies auf den 200 km gut markierten Wanderwegen, dem Gymnastikweg, den Radwegen, dem vorgewärmten Freibad, und auf den Tennis- oder Stockbahnen tun. Im Winter können die Langlaufloipen, Eisstockbahnen, ein Naturteich zum Eislaufen und ein Skilift benützt werden. Und so kann Reichenau ist mit Sicherheit ein lohnendes Ausflugs- und Urlaubsziel. Selbst Erzherzog Franz Ferdinand erkannte schon die Schönheit Reichenaus und kam regelmäßig zur Jagd. Es lohnt sich Reichenau einen Besuch abzustatten. | 1956 - 1995 1956-1961 Lehre und Beruf  Lehrzeit Fa. Rosenauer, Urfahr, Hauptstrasse 85 So kam eines Tages von einem Kaufmann Rosenauer in Urfahr, Hauptstrasse 85 ein Schreiben an die Hauptschule in Leonfelden, dass ein Lehrling gesucht wird. Diese Gelegenheit packte ich beim Schopf und bekam auch die Lehrstelle. Das Lebensmittelgeschäft etwas 30 m2 Rosenauer zählte mit Sicherheit zum "TOP" Lebensmittelgeschäft in Urfahr. Ein unmittelbarer Konkurrent in etwa 50 Meter Entfernung, war das Lebensmittelgeschäft Eder. Zum Zeitpunkt des Beginns meiner Lehrzeit waren ausser dem Chef und der gnädigen Frau, so musste man damals noch die Dame des Hauses ansprechen, noch 6 Angestellte und ich als Lehrling beschäftigt. Nach mir kamen dann noch 2 Lehrlinge, bis ich mich von dieser Firma verabschiedete. Die Lehrzeit war keineswegs ein Honiglecken und die Chefität hätte unterschiedlicher nicht sein können. Er ein legerer Typ und seine Frau vom Scheitel bis zur Sohle eine Dame der besseren Gesellschaft. Ich hatte jedoch Glück und wurde schon als Lehrling als Auslagendekorateur in Anspruch genommen und so schulte mich Alois auch ein. Dies verhalf mir natürlich oft an der frischen Luft zu sein, wenn auch in einer sehr belebten verkehrrreichen Zone, in welchem es auch nocht durch die Lage des Geschäftes eine Engstelle gab. Als Lieferanten fungierten damals die LM-Grosshändler Bruckmayr Linz, Schierz und Lehner & Nagl in Urfahr. Im Gedächtnis habe ich noch Firmen wie Hawlik Linz, Feinkost Müller, Milchhof Linz. Schon zu dieser Zeit verkaufte ich Produkte nachfolgender Firmen, vorallem Inzersdorfer Produkte waren oft in der Auslage postiert. Würde es Rosenauer heute noch geben, würde ich sicher meine Einkäufe in diesem Geschäft tätigen, nachdem dies jedoch nicht der Fall ist, versorge ich mich in diesem einmaligen Einkaufszentrum.  So gab es während meiner Lehrzeit auch einige lustige Geschichten und zwar. 1. Telefon war mir ja zu dieser Zeit ein Fremdwort und nicht jeder hatte ein solches, und wer schon im Mühlviertel. So hatte ich natürlich auch Angst vor dieser Einrichtung und hoffte inständig nie ans Telefon gehen zu müssen. Nachdem dies jedoch einmal unvermeidlich war, ging ich ans Telefon und meldete mich natürlich ganz höflich mit, Firma Rosenauer, Guten Tag. Am anderen Ende wollte jemand die gnädige Frau sprechen. Ich sagte natürlich einen Augenblick und legte den Hörer auf. Dann rief ich die Gnädigste, welche mich dann aufklärte, dass der Hörer nicht aufgelegt wird, wenn jemand zum Telefon gerufen wird. So lernte ich auch das Telefonieren. 2. Eines Morgens in der Früh, kam ein Bäcker und sagte mit halb geschlossenen Mund, dass diesem 1000.-- Schilling ins Klosett gefallen sind und meinte damit seine Zahnprothese.Nachdem dieses Klosett damals ja noch ein verbessertes "Plumps-Klo". war kann man verstehen, dass dieses Kleinod verschwand. Ich sehe heute noch den Bäcker L. wie er im der im Schacht der Fekalien auf einer Leiter stand und mit einem Rechen versuchte, dass Gebiss zu ergattern. ...und nach einiger Zeit hatte er tatsächlich Erfolg. Nahm die Zähne, spülte diese im Hof unter der Wasserleitung ab, und schwups di wupps waren die Zähne auch wieder dort wo diese verloren gingen. Als Desinfektion wurde dann eben noch ein Schnaps zu sich genommen. Eine Angestellte, als sie dieses hörte, musste sich sofort übergeben. .... Guten Appetit. 3. Nachdem es bei Rosenauer ja fast alles gab unter anderem auch Petroleum, wurden meist die Lehrlinge um dieses geschickt, da ja der Geruch nicht so angenehm war. An einem Montag wurde ich wieder mal in der Früh zum Petroleumautomaten entsendet, in das sogenannte Petroleumkammerl. Ich sperrte auf und sah, dass der ganze Fußboden voll mit Schmieröl oder ähnlichem war. Behutsam füllte ich Petroleum und hörte jedoch schon aus dem Geschäft die Stimme der gnädigen, die schon wieder nach mir rief, da es schon wieder zu lange dauerte bis ich fertig war. Plötzlich war sie auch schon im Kämmerlein und ohne zu Schauen ins Öl getreten, es riss ihr die Füsse aus und sie lag dann ganz schnell in der Öllache. Von oben bis unten war sie nun voll mit Öl. Ich hätte von Herzen lachen können, aber dies wäre mir schlecht bekommen. Wutentbrannt musste sie nun den Gang ins Bad antreten und sich vom Ölüberzug befreien. ..... Darum eile mit Weile ...Ntürlich hatte ich auch schon einen fahrbaren Untersatz Sissy mit Bughaube Mit meinem Neffen, der zwischenzeitlich schon verstorben ist. .... und abends wohin ???? Rosenstüberl Toselli Lindy Landgraf Gulaschhütte ...und natürlich auch meist im Vorübergehen in die Schwechaterschwemme auf ein Paar Heisse und einen Pfiff Bier Auch war eine gute Auswahl an vorhanden Kinos Apollo Central Eisenhand Kolosseum Kolping Lifka Phönix Johann-Strauss Mozart Non-Stop OP-Kino und je ein Kino in Urfahr Rudolfstrasse und Freistädterstrasse 1961 - 1965 Bundesheer Ried- Freistadt-Enns-Salzburg Grundwehrdienst bei FjgB 13 Ried in Innkreis, KpKanzlei 1. Kp Chargenkurs Freistadt. zeitverpflichteter Soldat StabsKp - Standesführung KdoKp/GrpKdo III Mitarbeiter des S1 KanzleiUO Kurs als Gasthörer anschliessend Heeresunteroffiziersschule HUOS ENNS Abschluss mit Rang 11 unter 256 Kursteilnehmern. 1965 - 1988 Privatwirtschaft Aussendiensttätigkeit bei Firmen 1970 | Der Manager als "Kuppler" So Wie es im Leben manchmal geht Täglich frühmorgens oder abends spät Kommt mir ein damalig Freund entgegen Und der, der war ja ganz verwegen. Sagt dann zu mir lieb Freunderl mein Ich hab für Dich ein schönes Fräulein fein Weil ich damals ja war so ganz allein Schau ich mir doch an dies Weibelein Und es hat mich dann der Blitz getroffen Ich war berauscht, aber nicht besoffen. Ein paar Jahre später dann, ja genau Hab ich diese dann erwählt zu meiner Frau. Wenn ich nun euch was ganz besonders berichte Dann ist das eine ehrlich wahre traurige G'schichte Seh ich einen Bericht im Fersehn und bei Tageslicht Denk ich mir da, was ist da, dass gibts doch nicht Was hab ich grad staunend g'sehen und vernommen. Hab mich gefreut, ihn angerufen und kontaktiert Doch dem seine Freude war weniger als halbiert. Ist eben so wenn weit am Horizoint man oben steht einen damaligen Freund vergisst auf dieser Welt. Ernüchterung im Leben kommt dann wie so oft Vorallem wenn man sich was anderes erhofft. Ist nicht so schlimm, es geht oft was in die Hos' Selbst wenn die Enttäuschung manchmal gross. Doch jeder lebt sein Leben wie er mag und will Aber Freundschaft ist für manche nicht sehr viel. Coypyright Otmar Reisinger, Linz Austria | 1986 Privatwirtschaft UN-Einsätze, Ehe, Kinder, usw. 1995 - Heute Nach sehr langer Zeit ein Klassentreffen, konnte leider nicht teilnehmen Klassentreffen 1996 Klassentreffen 2001 Innsbruck (Ganz links "Ich der Grösste")
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