UNDOF AUSBATT - Camp Faouar - Abzeichen - Medaillen - Stempel - (UN)ter Kameraden und Kameradenschweinen - Minen - Kamelspinnen - Skorpionen - Schlangen 

 
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***** Wünsche allen im Einsatz befindlichen UN-Soldaten alles Gute für das Jahr 2010 *****
 
 
 
 
 
***** UNDOF AUSBATT - GOLAN HEIGHTS - SYRIA - ERSTER EINSATZ 1974-1976 *****
 
 
 
 
  
 
Camp Faouar UNDOF AUSBATT 1975
 
 
 
 
Video eines Peacekeepers
 
 
 
 
 
 
 
 
Trotz allen Hoch und Tiefs waren die zwei Jahre von 1974-1976
meines UN-Einsatzes am Golan,
die mit Abstand schönsten Jahre meines bisherigen Lebens.
 
 
 
 
Es ist furchtbar, in einem Freund den Feind zu entdecken, aber noch viel furchtbarer ist es,
in einem Freund nicht den Freund zu entdecken.
 
 
 
 
Einleitung
 

Hier wird in erster Linie über Ereignisse erzählt, welche zum Teil UNglaubwürdig, aber wahr sind. Für die Einstellung von Fremdfotos wurden Genehmigungen eingeholt und Personen welche bildlich festgehalten sind, befragt. Richtige, aufrichtige und ehrliche Kameraden welche in Einsätzen waren, vergisst man ein Leben lang nicht, man vergisst natürlich auch jene nicht, die eher das Gegenteil waren.

Es wird auch über Vorkommnisse berichtet, die Manchen zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken bringen wird. Die Geschichten sind nicht frei erfunden.

 
 
 
Einführung zu UNDOF AUSBATT welches den Ursprung in Ägypten hatte.
  AUSBATT auf dem Golan

Ahmad Ismail Ali (14. Oktober 1917 - 25. Dezember 1974) Kairo, Ägypten, Feldmarschall und Verteidigungsminister, sowie Onkel meiner Gattin. gestorben am 25. Dezember 1974, London, Er plante den Angriff über den Suez Kanal. Mit diesem Angriff wurden am 6. Oktober 1973 dem Yom Kippur Feiertag die Israelis überrascht. Es begann der Yom Kippur Krieg bei welchem die Ägypter erfolgreich waren. Ismail absolvierte die Kairoer Militärakademie 1938, versah Dienst mit den Verbündeten in der Westwüste während des Zweiter Weltkrieges, und kämpfte als Brigade-Kommandant im ersten arabisch-israelischen Krieg (1948-49). Er wurde später in Großbritannien weiter ausgebildet. Bekämpfte die Franco-British-Israeli-Kräfte während der Suez Operation von 1956, und war auch Trennkommandant im Sechstage Krieg von 1967. Er wurde im März 1969 Stabsschef, wurde jedoch von Nasser im September entlassen und als Sündenbock für erfolgreiche israelische Überfälle verantwortlich gemacht. Der neue Präsident Anwar el-Sadat ernannte ihn jedoch in Folge zum Mil. Oberbefehlshaber und Verteidigungsminister. Seine militärischen und strategischen Kenntnisse, sowie sein Erfolg im Wiederbeleben der Moral der ägyptischen Armee führte im Oktoberkrieg 1973 zum Erfolg. Ismail starb im Dezember 1974 an unheilbarem Krebs in Grossbritanien.

Zu diesem Zeitpunkt war auch eine Einheit des Österr. UNEF II Kontingentes in Ägypten, Im Juni 1974 verlegte dieses Kontingent nach Syrien UNDOF AUSBATT. Zu diesem Zeitpunkt war auch das österreichische UNEF II-Kontingent in Ägypten stationiert welches unverzüglich nach Syrien verlegt wurde. Die Verlegung des etwa 500 Mann starken Kontingentes wurde am 25. Juni 1974 beendet. Danach wurden durch die UN die Stützpunkte am Mount Hermon übernommen. Diese Verlegung, es wurden insgesamt etwa 200.000 km zurückgelegt wobei ein sehr grosser Teil durch die Sinai Wüste führte.

 (Hier finden Sie nähere Informationen)

 

 


Im Novemer 1974 erfolgte die erste Rotation von Österreich aus. Mit dieser Rotation begann auch mein erste UN-Einsatz.

 
 Mount Hermon
 
 
Einleitung
 

Hier wird in erster Linie über Ereignisse erzählt, welche zum Teil UNglaubwürdig, aber wahr sind. Es werden in deren Zusammenhang weder Namen noch Initialen angegeben veröffentlicht. Für die Einstellung der Fotos wurden Genehmigungen und von Personen welche bildlich festgehalten sind, liegen Einverständnisse vor, obgleich dies auch in einem speziellen Fall nicht so einfach war. Aber es ändern sich Zeiten und auch Menschen, aber das ist eben der Lauf des Lebens. Es werden auch Ereignisse erzählt, die manchen zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken bringen wird. Die Geschichten sind nicht frei erfunden. 

 
Meine Tätigkeit bei UNDOF AUSBATT war die Funktion des Tiger631
 
 
  
 

Zum besseren Verständnis: Tiger50 war BKdt (CO Commanding Officer) AUSBATT. Tiger63 war mein Chef OPS (OperationsOfficer). Dessen Gehilfen wurde eine 1 zugefügt, daher Tiger631, also ich. Wie so oft, musste ich eben auch ans Funkgerät und "hineinbrüllen"  und wenn unbedingt erforderlich gab es auch ein Zurückbeissen. Nachdem ich auch einige Male, wenn Not am Mann war, als Baons-Schreiber eingesetzt wurde, bleibt mir bis heute ein Satz aus einem Monatsbericht von Tiger50 nach Österreich in Erinnerung. Ich zitiere fast wörtlich:

"Die Stimmung der Leute ist so wie das Wetter, wechselhaft aber im Allgemeinen ganz gut"

In erster Linie widme ich diese Seite allen ehemaligen, ehrlichen und herzlichen Kameraden, vorallem aber dem viel zu früh verstorbenen, FPM Hubert Lauter, einer meinen besten langjährigen persönlichen Freunde.

 
 
 
 
 
 

Erinnere mich gerne an ihn, weil er zuverlässig, freundlich und kameradschaftlich war und mit ihm im besten Einvernehmen stand. Es ist unmöglich alle aus beiden Einsätzengebieten aufzuzählen und so sollen die angeführen für den Rest zeichnen. Es ist mir auch nicht mehr möglich mich aller Vornamen und genauen Dienstgrade zu entsinnen und deswegen werden in den seltensten Fällen Dienstgrade genannt. Zu Beginn meines Einsatzes 1974 waren wir doch noch wie eine einzig grosse eingeschworene Familie. Heute?

 

Ich verzichte aus bestimmten Gründen über Ereignisse zu berichten, welche zwar interessant wären,

aber trotzdem nicht offengelegt werden. 
 
 


 
 
Camp Faouar  UNDOF AUSBATT 1974
 
 
 
 
 
 
.... und so begann und war mein erster UN-Einsatz, welcher ohne Unterbrechung 2 Jahre dauerte:
 

Über die vorbereitenden Massnahmen vor dem Abflug Wien Schwechat, gibt es eigentlich nichts Interessantes zu erzählen, Also beginne ich mit der Ankunft in Damascus Flughafen. Ich denke dass wir gegen Mitternacht in Damascus landeten, es war eben dunkel. Kurz darauf fuhren wir etwa hundert Kilometer auf komfortablen Steyr Diesel in das Camp FAOUAR irgendwo im Inneren des Landes. Dort angekommen, fühlte ich mich das erste Mal so richtig einsam und verlassen, obwohl von Soldaten umringt. Es dämmerte der Morgen, und meine Angst vor Minen war so gross, dass ich jeden Schritt den ich tat mir vorher nicht einmal, sondern dreimal überlegte, unbegründete Angst, wir waren ja im sicheren Camp. Aber es muss ja kommen wie es muss. Wer kennt nicht das Gefühl, übernächtig zu sein, flaues Gefühl im Magen, Hunger und keinen Appetit, natürlich auch ich und nachdem ich ja täglich meinen gewohnten Gang nehme, war es nun auch im Camp an der Zeit, aber wohin??? Ins Gelände? - Minengefahr, zu grosse Angst. Also in den nächstgelegenen Block, ich denke es waren befestigte leergeräumte Ställe. Welch Freude eine Unterkunft mit dem stillen Örtchen zu finden. Doch das Entsetzen kam plötzlich und mein Bedürfnis wurde abrupt beendet. Wer kennt nicht die sogenannten Camping-Clo, ist ja nicht schlimm, aber wenn dieser Topf nicht der neuesten Technik mit Spülung entspricht, dem vermischten Geruch mit dem Desinfektionsmittel Elsan Blue (Schreibweise nicht mehr bekannt) und bis oben gefüllt, kein Platz mehr für neues Material, dann wird diese Aktion militärisch sofort beendet. Es wurde hell ich vergass Gottseidank in auf meine Erleichterung und wartete nun gespannt der Dinge die da kommen.....

Wie es dann ganz genau abgelaufen ist, kann ich minutiös nicht mehr nachvollziehen, auf jeden Fall waren Belehrungen mit der Ankündigung einer Line Tour, also Besichtigung der einzelnen Stützpunkte, Ausgabe von Zusatzbekleidung und Zuweisung der Unterkünfte am Tagesplan. Ich denke auch Taschengeld hat es schon gegeben, das von den Syrern. Einen einmaligen Schlafsack haben wir erhalten, oder schon in Österreich, entzieht sich meiner heutigen Kenntnis. Dann Unterkunft beziehen, weiss gar nicht haben wir was zum Essen bekommen, ich denke schon, genau, Rindfleisch und Tomatensauce. Wunderbar, wenn man Hunger hat. Nur das Weissbrot, dass ist meist in die Bestandteile zerfallen, damals gab es ja noch keine eigene Bäckerei und das Weissbrot von den Syrern naja, heute ist das Weissbrot bei den Syrern auch besser, haben wahrscheinlich von den Österreichern gelernt. ch bezog Unterkunft im Block 11 und wohnte mit einem Unteroffizier zusammen. Im zweiten Zimmer war ein strammer Offizier mit Schnauzer einquartiert und für den waren die Rangniedrigeren eben "Kamerad und Kamerad Schnürschuh". Hatte Glück mit einer befestigten Unterkunft, viele mussten mit Zelten vorlieb nehmen. Nur im Zimmer war auch nicht viel anders als in den Zelten, es war nämlich nichts vorhanden. Also Schlafsack auf und hinein. Ich weiss nicht mehr hab ich mich eigentlich gewaschen, denke aber schon, aber mit Sicherheit "russisch" Hart waren eben nicht nur die Zeiten sondern auch der Boden auf den man seine Schlafstelle aufgeschlagen hat, aber wenigstens warm war es, im November am Golan, ist es eben auch nicht mehr so angenehm und schon gar nicht mehr zum Sonnenbaden. Wie man dann so beginnt die Gedanken schweifen zu lassen, über alles was man so gehört oder noch nicht gesehen hat, und gerade so wie ich vom Wachsein ins Schlummern fallen will, hör ich am Fliegengitter, das hat es schon gegeben, so ein komisches Kratzen, weiss gar nicht wie ich das beschreiben soll. Mensch Meier, bin ich erschrocken und in die Höhe geschossen und aus war es vorerst mit dem Schlaf.

 
Was war geschehen ????  Klicken auf den Link Tägliche Besucher
 
 
 

Dann endlich tief entschlummert, war auch schon die Tagwache und die Nacht ohnedies so kurz. Weiss nicht mehr ob mit Musik oder per Lautsprecher wir aus den "Federn" geholt wurden. Naja dann das übliche, Waschen, russisch eben, überlebt man aber auch. Die Dienstzeit endete damals im Camp um 1330 Uhr. Hoffe ich erzähle da keinen Blödsinn. Ich denke wir waren gerade bei einer Belehrung als ich plötzlich über Lautsprecher in die OPS-Kanzlei befohlen wurde. Dort angekommen, teilte mir ein Major mit, dass ich für das Hauptquartier in Damascus vorgesehen wäre, aber so ich gewillt bin auch in der OPS-Branche meinen Dienst versehen könne. Nachdem es mein erster Einsatz war und ich gar keine Ahnung hatte, was mich in Damascus erwartet, habe ich dann meine Zustimmung gegeben und blieb im Camp. Denke mir heute, dass dies eine sehr gute Entscheidung gewesen ist. Nachdem das geklärt war ging's vorerst wieder zum gewohnten Tagesablauf. Lehrsaal sitzen und abwarten. Ich denke der Dienst begann um 0730 Uhr und endete für Angehörige des Camps um 1330 Uhr. Die Stabskompanie war ja ausschliesslich im Camp untergebracht und auch die Dienstführung der anderen Kompanien. Am nächsten Tag ging es dann sehr bald zur Besichtigung auf Steyr Diesel in die Pufferzone und es wurden einige Positionen abgefahren. Es war ja doch ziemlich beeindruckend, wenn auch eine öde, öde und trostlose Gegend, wenig grün mehr braun und viel Schlackengestein. Man kann dies auf den folgenden Fotos feststellen.

 

Nach der Rückkehr ins Camp verweilten wir noch einige Zeit in einem Aufenthaltsraum und man diskutierte alles mögliche. Ich natürlich kaum im Einsatz habe mich gleich bei einem Offizier erkundigen müssen, wie es mit einer Verlängerung des Einsatzes sei, ob das schwierig ist, welche Voraussetzungen man erfüllen müsse. Ein Offizier welcher den Krieg in Ägypten hautnah miterlebt hatte, gab mir zur Antwort. dass es äusserst schwierig sei eine Verlängerung zu erreichen. Als er dann noch erwähnte, dass der Einsatz sehr gefährlich sei und sehr viel Stress zu erwarten sei, hab ich natürlich meinen Senf darauf geben müssen mit der Bemerkung, dass ich denke, dass beim Militär noch niemand wegen Stress einem Herzinfarkt erlegen ist. Diese Äusserung hätte ich besser bleiben lassen. Nach diesem Gespräch informierte mich eine Soldat, dass gerade dieser Offizier kurz vor einem Herzinfarkt stand. Davon merkte ich bei diesem Offizier allerdings nichts.

Am nächsten Tag melde ich mich zum Dienstbeginn in der OPS Branch und zu meinem Erstaunen war auch dieser Offizier zugegen, es war der DolmetschOffizier, welch eine Freude für mich, wenn ich an meine gestrige Äusserung denke. Aber er war ja nicht mein unmittelbarer Chef und darüber war ich froh. Nur es herrschte eigentlich immer Eiszeit zumal er ja nur Soldaten mit Matura bevorzugte und die meiste Zeit mit Katzen spielte und war mir mit seiner Art eigentlich nicht ganz geheuer und hielt mich lieber auf Distanz. Aber letztendlich war er kein direkter Vorgesetzter und wir hatten eher ein gespanntes Verhältnis.  Die Tätigkeit in der OPS Branch war sehr interessant und konnte mich wegen Langeweile nicht beklagen. Auch musste ich meine Kenntnisse wieder auffrischen, war ja doch schon geraume Zeit weg vom Militär. So war es mir vergönnt die Pufferzone in die Militärkarte einzuzeichnen, Alpha und Bravo Line. War eine nicht zu leichte Aufgabe, mit Stecknadel die einzelnen Grid-Referenzen anzumerken und dann die Linie einzeichnen. Ja habe noch besser gesehen als heute. Aber im Schweisse meines Angesichtes habe ich dies geschafft und daher würde es ohne meinem Können keine Karten mit der Puffezone geben. Naja schon auch, aber sicher nicht eine so Schöne. Jede Verletzung der Pufferzone musste gemeldet werden und so auch die meist täglichen Überflüge der Israelis. Speziell die Überschallknaller (Sonic Booms) ließen die Fensterscheiben klirren und teilweise herausfallen. So vormittag gegen 1000 Uhr LT kamen diese meist: Zu Beginn wusste ja kein Neuling so recht, was diese Knaller bedeuten, aber mit der Zeit gewohnte man sich daran. Die eingehenden Meldungen der Positionen wurden auf die Karte übertragen und manchmal flogen diese Jets wirklich so unglaublich, dass es nicht stimmen konnte. Es kamen oft bis zu 40 Meldungen eines Overflights und jeder einzelne wurde auf der Karte vermerkt. Mein Chef saß daher anschließend die meiste Zeit am Funkgerät und gab Saures wenn die Meldungen nicht korrekt waren. Aber so einfach ist das nicht festzustellen, zudem ja jede Position einen Report verfassen musste. Es war alles eigentlich sehr angenehm, vorallem die Kameradschaft, keine Alkoholexzesse, mit Ausnahme eigentlich eines Unteroffiziers, der war eigentlich ständig in Öl, aber dieser gehörte zum UN Inventar und hatte daher auch vom BKdten Narrenfreiheit. Es gab eben so viel zu tun, dass niemand auf Gedanken kam anderen das Leben schwer zu machen. Diese Zeit wurde dann etwas getrübt als die nächste Rotation kam. Mein Chef wurde abgelöst und anstelle diesem kam ein Hauptmann, ich hatte mit diesem Glück, das war nicht nur ein Chef sondern auch ein ausgezeichneter Kumpel. Kann diesen zumindest beim Militär als meinen liebsten Chef bezeichnen.

 

Die erste Recreation führte nach Jerusalem und nach Palmyra. An mehreren Erholungsfahrten konnte ich nicht teilnehmen.

Leider kam mit dieser Rotation auch ein StvBKdt, blass, und mit der Zunge stieß er etwas an. Der hatte uns gerade noch gefehlt. Ein Frühsportfanatiker. Jeder musste am Frühsport teilnehmen unabhängig vom Dienstgrad. So kam es auch, dass dieser zwei Hauptleute wegen der Nichtteilnahme am Frühsport zum Baonsrapport befahl. Es war ein typischer Mann vollbeladen mit Komplexen - Minderwertigkeitskomplexen. Freut mich heute noch, dass ich nicht einmal beim Frühsport war, und nicht zum Rapport befohlen wurden. Ich wies meinen Chef darauf hin, wenn ich nicht zur selben Zeit Dienstschluss habe wie andere im Camp, so nehme ich nicht am Frühsport teil. Es dürfte gewirkt haben. Dieser Offizier wurde von sicherlich allen gehasst und wie war man dann positiv überrascht als dieser Major einen Autounfall mit einem UN-Fahrzeug hatte, an deren Verletzung er nicht gestorben ist, aber denke dass er heute, so er noch lebt, hinkt. Gottes Mühlen mahlen eben langsam, aber sie malen. Als Draufgabe wurde er bei einer Zollkontrolle in Österreich, als er vom Einsatz nach Österreich zurückkehrte voll durchgefilzt und einige Teppich musste dieser dann verzollen. Es dürfte diesen einer ans Messer geliefert haben (Dies wurde erzählt, ob dies den Tatsachen entspricht kann ich nicht beurteilen.

 

 

Für mich war die erste Zeit im Camp gelaufen und wurde als Ersatz für einen Unteroffizier, welcher vom Urlaub nicht mehr in den Einsatz wollte, verlängert und sollte meinen Dienst im HQ in derselben Verwendung übernehmen. Hier im Hauptquartier war vorallem ein Österr. Offizierskleeblatt der ersten Stunden eingenistet: Janda, Brazda, Pellegrini.

Diese drei Herren waren an Überheblichkeit und Arroganz nicht zu schlagen. Pellegrini kam später durch eine Springmine kurz vor Beendigung seines Einsatzes ums Leben. Doch es kam anders als man dachte. Meine Ehe hat einem Österr. Offizier nicht gefallen und deswegen wurde ich sofort zur MP "verbannt" Es war ja eigentlich mein Wunsch zur MP zu kommen, aber dieser Weg missfiel mir doch und ich sendete darüber eine Information an den seinerzeitgen BK Kreisky. Da sich dieser Major dann selber verraten hatte, wusste ich auch dass Kreisky in dieser Angelegenheit aktiv geworden ist. Aber dies so nebenbei.

Ich versah also meine Dienst bei der MP und hier waren im allgemeinen sehr gute Kumpels wie Klaus R., Gerhard E. und andere, deren Vornamen mir nicht mehr geläufig sind. Es waren auch MP Leute aus Iran und aus Polen in meiner Zeit im Einsatz. Einzig der österr. DetCdr Z. war ein kleines Übel, ebenso überheblich und sah auch den Alkohol gerne. Unangenehmer wurde es dann noch, als nach etwa drei Monaten der CMPO Maj. Lindner durch dem Österr. Offizier S. der in späteren Jahren auch BaonsKdt AUSBATT war, abgelöst wurde. Der hatte in der Sammlung noch gefehlt. Ein abgezwicktes Komplexbündel. Im Grundwerdienst nannte man solche "Zwergrattler" für mich war er ein Kotzbrocken, was mir in meinem zweiten Einsatz bestätigt wurde, man kannte diesen auch als BKdt. Weder neuer CMPO und DetCdr waren in der Lage, dass das MP Fahrzeug mit Folgetonhorn und Blaulicht bzw. Rotlicht ausgestattet wurde. Beide waren eigentlich schwach, wenn es um Anträge an das HQ ging, aber nach untern konnte man treten, typisch für eine Vielzahl von österr. Offizieren und Unteroffizieren. Ich trat als die Funktion eines MP Shift-Leaders an.

 

 
Ein Multitalent und Golan-Original war natürlich auch unser Franz, der vielen in Erinnerung ist und bleiben wird.
 
 
 
 
 Bild aus den 80er Jahren
 
 
 

Wahre Geschichten welche sich ereignet haben:

 

Eines Tages kam eine Syrer mit einem stark verletzten Finger zu einer Position der 3. Kompanie und bat um Hilfe. Dies war nicht so einfach, da ja ein Doktor nur im Camp zur Verfügung stand. Kurzentschlossen nahm der Kommandant der Position ein Messer und schnitt den verletzten Finger ruck-zuck ab. Nach dieser kurzen Operation wurde die Wunde verbunden. Der Syrer verließ die Position und es ist´anzunehmen, dass auch der Heilungsprozess gut verlaufen ist, da seit dieser Zeit der Kommandant von den Syrern aus der Umgebung als Arzt betitelt wurde.

 
Dies ist eine erzählte Geschichte, und ich bin sicher, dass diese wahr ist. Ich kannte und kenne den damaligen Kommandanten.
 
 
Fortsetzungen folgen
 

 
 
 Recreations - Sogenannte Erholungsurlaube
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
Jerusalem-Orden
 
 
 
 
 
 Dieser Orden wird nicht verliehen, dieser Orden wird gekauft, und meist bei jeder
Recreation nach Jerusalem von den meisten UN Soldaten als Souvenier mitgebracht.
 
 

 
 
1975 - 1976
 
MP Shift Leader HQ-Damascus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Allgemeiner Treffpunkt in Damascus war vorallem das Hotel Afamia, welches von einem Grossteil der UN Soldaten als Herberge für Angehörige ausgewählt wurde. 
 
 
 
Man traf sich im Afamia wie etwa:
 
 
 
Von Links: Repa, Ertl,
Wallner & Gattin (ohne Gewähr) 
und meine Tochter
 
 
 

***** UNDOF AUSBATT - GOLAN HEIGHTS - SYRIA - ZWEITER EINSATZ 1988 *****
 
 
 
 
UNDOF AUSBATT
Golan
 

Es war ja nichts anderes zu erwarten. Camp und Verpflegung glich einen 5 Sterne Hotel. Die Kameradschaft war in jeder Hinsicht das Gegenteil. Bataillonskommandanten, welche in meinem ersten Eisatz noch eine Kompanie führten, waren auch zu sehen und zu "bestaunen" Wirkliche ehrliche Kameraden musste man suchen und waren kaum zu finden. Dafür aber in jeder Menge Intolleranz, Neid, Missgunst und dergleichen.Es war nicht mehr Leistung für eine Verlängerung wie im ersten Einsatz gefragt, vielmehr die Freundschaft und ein Du-Kumpel vom Adjutanten und natürlich wenn möglich auch noch aus diesem Bundesland. Daher wurden auch alle wichtigen Posten mit diesen Landsleuten belegt. Dazu scheute man auch nicht Soldaten welche diese Posten innehatten, in jeder Hinsicht zu diffamieren und diskriminieren um diese von diesen "benötigten Posten" abzulösen. Nachdem  ich ja versprochen habe keine Namen zu nennen, wird es auch hier nicht der Fall sein. Der so vielgelobte Feitlclub ist mir anderes in Erinnerung. Alkoholexzesse an der Tagesordung. So auch ein Zimmerkollege von mir, der tagtäglich abends schwer besoffen seine Nachtruhe antrat. Frühmorgens schon mit den Worten "heut mach i mi zua" zur Standeskontrolle erschien.

 
wird fortgesetzt.
 
 
 
Camp 1988
 
 
 Richtung Mount Hermon
 
 
 
 Richtung Damascus
 
 
 
Besuch meiner Familie bei UNDOF-AUSBATT
 
 

Es war schön, dass auch den Angehörigen von UN Soldaten der Besuch des Camps und die Teilnahme an Recreations (Erholungsfahrten) gestattet wurde. Auch konnte man einen 4 Tage Trip mit einem UN-Fahrzeug durchführen. Dafür den damaligen KUO der Stabskompanie und den Unteroffizieren, welche sich als Fahrer dafür zur Verfügung gestellt haben ein absolutes Dankeschön. Diese Ausflüge waren, trotz des Bemühens gewisser  UN Soldaten mir und meiner Familie den Syr. Geheimdienst an den Hals zu hetzen, schön und beeindruckend. Weder die Israelis am Checkpoint noch die Syrer am Checkpoint machten Probleme. Die Israelis wussten jedoch bereits bei der Einreise und bei der Ausreise, dass mir Probleme bevorstanden. Angezettelt von Österreichern. Es brachte aber diesen "Freunden" nichts. Hätte gute Lust die Namen dieser zu nennen, welche auch für das "Abschiessen" anderer Soldaten veranwortlich zeichneten. Einer trat ja in dieser Hinsicht besonders hervor. Ich kenne Dich und ich wusste auch von Deinen üblen Taten.Während der Einsätze war es auch möglich mit Familie im Einsatzgebiet zu wohnen und war auch gestattet dass diese an Erholungsfahrten (Recreation) teilnehmen durften. So konnten wir also auch folgende historische Stätte besuchen.

 

  
 Trip ins Heilige Land
 
 
 
 
 
 
 
Trip nach Jordanien
 
 
 
Wadi Rum
 
 
 
 
 
Aquaba
 
 
 Petra
 
 
 Amann
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hier finden Sie eine Vielzahl von Fotos von besuchten Orten. Diese Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung von  David Guerrero zur Verfügung gestellt. Beim Anklicken der Bilder kommen Sie auf das komplette Album.

 

SYRIEN

Vorschau Vorschau Vorschau Vorschau

 

JORDANIEN

Vorschau VorschauVorschau Vorschau

 

LIBANON

 Vorschau

 

PALÄSTINA

Vorschau Vorschau Vorschau

 Vorschau
Israel - Palästina Konflikt
 
 
 

 
 
Nachstehenden Soldaten möchte ich ein herzliches und spezielles Dankeschön entbieten. 
 
(Liste wird noch vervollständigt) 
 
 
 
Alber Buchinger
Beck Fauland
Dallinger Gesslbauer
Deller Gigler
Ernst Gerhard Hofmann
Ertl Holek
Fischer Holzer
Gigacher Janda
Gschwandtner Krammer
Haas Mang
Hamun Müller
Heindl Oberhöler
Jegarth Petutschnig
Käfer Pichler T.
Korenjak Riessland
Lauter Sackl
Magauer Schauer
Mahrle Skamen
Moritz Storch
Müller Ing. Trummer
Olscha Weis
Orischnig Wurm
Pischler Wurm
Pokorny Zöchinger
Repa
Rieder
Szcerba
Schlager
Schreder
Simschitz
Stromberger
Tarmastin
Wallner
Wechselberger
Widhofner
 
 
 
 
Damals 1975, welch schöne Erinnerungen
(Soweit noch greifbar, werden Fotos eingestellt)
 
 
 Roland Ertl >>>> Heute
 
 
 
 
 
Hptm Deller - Hptm Mahrle
 
 
 
 
 
 
Unsere ID Cards
 
 
  

Erinnere mich gerne an nachstehende Offiziere mit welchen ich mittelbar oder unmittelbar zu tun hatte und verneige mich vor diesen

 

Bataillons Kommandaten

Burgstaller, Widhofner, Dallinger

Bataillons Kommandaten Stellvertreter

Gigacher, Ing. Müller

Adjutanten

Simschitz, Käfer

S3

Deller, Moritz

Kompanie Kommandanten

Mahrle, Fischer 

 

 
 
 
  
Orden Medaillen Abzeichen
 
  
Friedens Nobel-Preis 1988
 UNO-Truppen
 
 
 
 
  • Das Unverständlche an diesem Orden ist nur, dass dieser nur an jene Soldaten verliehen wurde, welche am Tag der Verleihung im Rahmen der UN Dienst versahen, selbst wenn das nur für einen Tag bei den vorbereitenden Massnahmen war. Damit hat dieser Orden doch eigentlich an Sinn verloren, denn wenn ein Soldat die meiste Zeit seines Lebens, und es gibt derart doch Einige, seinen Dienst für die UN versehen hat, aber an diesem Tag nicht, so ist er um die verdiente Medaille umgefallen. Wenn man Orden verleiht und die UN das Geld dafür nicht hat allen Soldaten diesen Orden zu verleihen und auszuhändigen, dann wäre es besser man hätte dies überhaupt unterlassen. Ist eigentlich für viele UN Soldaten ein Hohn und beleidigend.

  •  
    .............. nach langem Zögern hat man sich nun entschlossen, dass:
     

    Die Friedenstruppen der Vereinten Nationen wurden am 10. Dezember 1988 als Anerkennung für ihre seit 1948 erbrachten Leistungen und ihren erfolgreichen Beitrag zur Eindämmung von Konflikten in aller Welt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Österreichische Liga der Vereinten Nationen stiftete damals den im Einsatz befindlichen österreichischen Soldaten eine besondere Medaille.

    Diese wurde jetzt neu aufgelegt und wird nunmehr allen bis in das Jahr 1988 im internationalen UNO-Einsatz gewesenen Soldaten - auf Ansuchen - nachträglich verliehen.

     


     
     
                             

     Hier handelt es sich um die UN Medaillen "In The Service Of Peace" welche an die UN-Soldaten nach Beendigung des Einsatzes in feierlichen Form im Zuge der Medalparade verliehen werden Links im Bild Medal Of Peace für den Einsatz bei AUSCON UNDICYP. Dieser Einsatz der Österreicher ist bereits beendet.

    Rechts im Bild Medal Of Peace für den Einsatz bei UNDOF AUSBATT. Beide Medaillen habe ich, wobei ich auf die Medaille von UNDOF AUSBATT sehr stolz bin, denn diese habe ich mir und auch alle anderen, welche in den ersten Jahren im  beim Einsatz am Golan waren, redlich verdient.

    Auf diese Medaille wäre ich sicher nicht so stolz, wenn ich erst zu einem späteren Zeitraum in den Einsatz gegangen wäre. So wie etwa auf die Medaille von UNFICYP.

    Aber trotzdem viele haben Freude damit und es werden ja sogar Vereine gegründet damit wieder einzelne Orden oder Ehrenzeichen angesteckt werden können. Man kann ja nicht genügend Lametta an der Uniform tragen. Ich gehöre nicht zu diesen Soldaten.

     

     


     

     

     

     
     

     
    S t e m p e l
    A U S B A T T
     

     
    Stempel
    UNAB-AUSCON
     

     
     
     

     
    Stempel und Abzeichen bei AUSBATT und AUSCON
     
     
    Unter dem Hinweis "Man soll sich nicht mit fremden Federn schmücken" an eine ganz bestimmte, spezielle Tiroler Adresse gerichtet werden nachfolgende Abzeichen eingestellt.
    © Copyright and Designed by Otmar Reisinger, Linz Austria
     

     

     Das Abzeichen der HQ/Coy (Stabskompanie) wurde durch einen Unteroffizier "umgeändert" und "mit weisser Spitze" neu aufgelegt, trotzdem bleibt es mein geistiges Eigentum. Das von mir entworfene Abzeichen der 2. Coy (2. Kompanie), wurde nach meinem Ausscheiden vermutlich nicht mehr vertrieben und es wurden seinerzeit etwa 100 Stück in Auftrag gegeben und an Angehörige des AUSBATT verkauft.

    Die abgebildeten Stempel standen zumindest während der Dauer meiner Einsätze in Verwendung. Diese Stempel sind, da ja keine dienstliche Übergabe vorgenommen werden konnte, verschwunden und dürften im Besitz eines Liebhabers sein. Ich ließ diese Stempel dessen Klischees sich ja in meinen Händen befinden, wieder herstellen. Dies ist nicht einfach, da sich die meisten Firmen nur auf die neuerste Methode beschränken. So habe ich doch eine Firma gefunden, die sowohl als auch herstellt. Es freut mich auch selber diese Raritäten selber wieder mal in Augenschein nehmen zu können. Ich stelle in aller Deutlichkeit fest, dass die nachstehenden Stempel und Abzeichen mein geistiges Eigentum sind und auch bei AUSBATT und UNAB in Verwendung standen. Die Abzeichen wurden von der Fa. Belada Wien, Stempel von Firmen in Salzburg und Damascus hergestellt. Die Neuauflage aller Stempel wurde von der Firma HUMER in Ottensheim, Oberösterreich durchgeführt.

     

     
     

     

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