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Immer das leidliche Poblem, was
Soll ich heute kochen?
Habe da meine
Helfer aus fruehen Zeiten, wahre Raritaeten
Meine Helfer:
Kochbuecher
Wiener Kueche Louise
Seleskowitz
Vorwort
Wenn ich, in Anbetracht der vielen und so verschiedenartigen
deutschen Kochbuecher, es unternehme, ein neues und, wie schon der Titel besagt,
ein Kochbuch für die allseitig anerkannte Wiener Kueche herauszugeben, so hat
mich einerseits die Annahme, daß ein den Anforderungen der Neuzeit
entsprechendes, verständliches und verläßliches Kochbuch immer eine willkommene
Erscheinung auf diesem Gebiete sein wird, in meinem Vorhaben bestärkt,
andererseits hat das in Folge oftmaliger Aufforderung, ein soches Buch zu
schreiben, meinen zahlreichen Schülerinnen schon vor Jahren gegebene und oft
wiederholte Versprechen mit die Herausgabe dieses Buches geradezu zur Pflicht
gemacht. Ich habe in diesem Buche nicht nur einen großen Theil meiner
eigenen, während meiner nahezu dreißigjährigen Praxies gemachten Erfahrungen und
Versuche, sondern Alles auf diesem Gebiete Nothwendige und Wissenswerthe, so gut
und so weit es mir nur immer möglich war, der Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Sollte das Buch dennoch eine Kücke zeigen, so möge zu meiner Entschuldigung
dienen, daß es kaum möglich ist, auf dem so weiten Gebiete der Kochkunst
Vollkommenes zu leisten. Daß ich bei der Aufstellung der Rezepte mehr der
größtmöglichen Richtigkeit, Deutlichkeit und Verständlichkeit, als einem schönen
Style mein Augenmerk zuwendete, werden die geneigten Leserinnen, wenn sie den
Zweck eines Kochbuches in Betracht ziehen, mir gewiß gerne verzeihen. Um den
Anforderungen, welche an ein solches Buch gestellt werden, in jeder Hinsicht
gerecht zu werden, bin ich bei der Zusammenstellung desselben so vorgegangen,
daß das Buch sowohl als Lehrbuch für Anfängerinnen, wie auch als Nachschlagebuch
für praktische Köchinnen dienen kann. Einem beinahe in allen Kochbühcern
vorhandenen Uebelstande in der quantitativen Angabe habe ich dadurch abgeholfen,
daß ich alle Rezepte – mit Ausnahme derjenigen, bei denen ausdrücklich eine
andere Angabe gemacht ist – für acht bis zehn Personen berechnet habe. Es ist
daher sehr leicht, für vier oder fünf Personen mit der Hälfte, oder für sechzehn
bis zwanzig Personen mit dem Doppelten der angegebenen Masse zu kochen. Bevor
eine Speise gekocht wird, soll vorerst das ganze Rezept genau durchgelesen und
dann erst Punkt für Punkt genau befolgt werden.Wer in dieses Weise vorgeht, kann
sich des Gelinges einer jeden, selbst der sehr schwer zu bereitenden Speisen,
sicher sein. Für alle besonderen Fälle sind bei den betreffenden Rezepten
Anleitungen oder aber, wo eine größere Aufmerksamkeit erforderlich ist,
Anmerkungen in etwas fetterer Schrift beigedruckt. Daß ich mir erlaube,
dieses Buch meinen ehemaligen Schülerinnen zu widmen, möge ein Beweis der
Achtung und Freundlichkeit sein, mit denen ich ihrer stets gedenke.
Wien,
November 1879 Louise Seleskowitz.
Seleskowitz Louise (Aloisa),
Kochbuchautorin und Kauffrau. Geb. Dt. Altenburg (Bad Dt. Altenburg, NÖ), 24. 3.
1830; gest. nach 1899; röm.-kath. Bäuerl. Herkunft; von unehel. Geburt. Über S.’
Leben ist wenig bekannt. Ursprüngl. Wirtschafterin im Schottenstift in Wien,
machte sie sich später selbständig und unterhielt bis in die erste Hälfte der
90er Jahre eine Delikatessen- und Weinhandlung mit Speiselokalität auf der
Freyung in Wien 1, wo sie auch das „1. Wiener Kochlehr-Institut“ führte. Bekannt
wurde S. als Kochbuchautorin: Insbes. ihr „Wiener Kochbuch“ wurde ausgesprochen
populär und so erfolgreich, daß das Werk nicht nur in 44 Jahren 20 Aufl.
erlebte, sondern auch zahlreiche öff. Ausz. (Diplome und Medaillen auf
Kochkunstausst. in Wien, Linz, Krems und Berlin) erhielt. Die darin
aufgenommenen Rezepte sind, den damaligen Gegebenheiten angepaßt, für 8 bis 10
Personen berechnet. Die 9. Aufl., 1896, etwa enthält 2.176 durchnumerierte
Rezepte, tw. luxuriöser Natur, etwa eines gebratenen Fischreihers, eines mit
immerhin ½ kg schwarzen Trüffeln gefüllten Kapauns oder – unter der Rubrik
„Fastensuppen“ – einer echten Schildkrötensuppe („Vraie Tortue“).
Engl.-amerikan. Modegetränke wie Cocktails, Cobblers und Juleps komplettieren
das Werk. (Während des Ersten Weltkriegs erschien 1916 die 17. Aufl., die den
Zeitumständen und tatsächl. Bedürfnissen mitten im Krieg in keiner Weise
Rechnung trug, sondern weiterhin Anleitungen zur Zubereitung exquisiter Gerichte
gibt.)
Wiener Küche Olga und Adolf
Hess
3. Auflage
Wiener Küche von Olga und Adolf Heß (1921) 3.
Auflage
Einband leicht bestossen. Seiten: Keine Risse und
Eintragungen. Für das Alter sehr gut erhalten. Nachdruck der ersten Ausgabe
- 3. Unveränderte Auflage. (Gedrängter Satz)
Buch wurde restauriert.
Rücken- und Deckelprägung,
18. Auflage
Buch wurde restauriert.
Rücken- und Deckelprägung,
28. Auflage
Olga und Adolf Hess, Wiener Küche.
Sammlung von
Kochrezepten aus der Staatl. Bildungsanstalt für Koch- und Haushaltungsschul-
Lehrerinnen und Kochschule der Gastwirte in Wien, jetzt Bildungsanstalt für
Hauswirtschaftslehrerinnen Wien XIX. 31., 28. Auflage. Verlagsnummer 4108.
24x16 cm.
Rücken- und Deckelprägung,
Seiten natürlich
aufgrund ders Alters vergilbt., jedoch sonst, ausser dem Fleck am Umschlag, sehr
gut erhalten. Keine Risse, keine losen Seiten.
30. Auflage
In Schuber
Rücken- und Deckelprägung,
Wie Neu
Illustriertes Kochbuch
Mary Hahn
Ich kann kochen
Ein Kochbuch für Alle
Illustrirtes Kochbuch von L. Kurth
(1887) 11. Auflage
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