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BFC Dynamo
EHC Dynamo


 

1949 - 1966 SG Volkspolizei Berlin , SG Dynamo Berlin, SC Dynamo Berlin

 

 

Alles begann irgendwann im Jahre 1949 als die Sportgemeinschaft der Volkspolizei Berlin gegründet wurde. Somit ist auch klar, der BFC Dynamo ist ein Kind der DDR. 

 

Die SG Volkspolizei Berlin spielte ab der Saison 1951/52 in der drittklassigen Stadtliga Berlin (Ost) und belegte als Neuling am Saisonende den zweiten Platz. 

 

Im März 1953 wurde der SG Dynamo Berlin durch die Zusammenlegung von VP Berlin und VP Potsdam gebildet. Der SG Dynamo nahm zugleich den Platz der Potsdamer in der DDR-Liga ein. In der Saison 1952/53 wurde das Team noch 9., aber schon eine Saison später wurde das Mannschaft als Tabellenletzter der DDR-Liga und wäre wieder in die Drittklassigkeit abgestiegen.

Foto: Genosse Erich Mielke nach der Wahl 
zum 1. Vorsitzenden des SV Dynamo

 

Am 01. Oktober 1954 kam es zur Gründung des Sportclubs Dynamo Berlin. Neben dem Armeeclub Vorwärts Berlin sollte es noch einen zweiten hauptstädtischen Oberligisten geben. Und so wurde im November 1954 beschlossen, die Mannschaft der SG Dynamo Dresden nach Berlin zum SC zu delegieren und nahmen natürlich auch deren Platz im Oberhaus ein. Am 21. November 1954 trat das Team zum ersten Mal unter dem Namen SC Dynamo Berlin an.
Nach und nach stellten sich dann einige Erfolge ein. So holten die Weinroten 1959 den nationalen Pokal an die Spree, standen 1962 ein weiteres mal im Pokalfinale und wurde 1960 Vizemeister.

 

1966 - 1990 BFC Dynamo
Am 15. Januar 1966 wurde dann der heutige Berliner FC Dynamo geboren, die Fußballabteilung wurde vom SC Dynamo ausgegliedert. Die feierliche Gründungszeremonie samt Vorstellung des neuen Club-Logos bejubelten 1.400 Gäste in der Dynamo-Sporthalle.
An der Stirnwand der Sporthalle prangten folgende Worte.

Zuerst blieb alles beim alten, der Club spielte weiter nur im Mittelfeld der Oberliga, stieg sogar einmal in die DDR-Liga ab (Saison 1966/67). 
Anfang der 70ziger Jahre kam dann langsam die Wende, es wurden wieder sportliche Erfolge gefeiert. So stand der BFC Dynamo 1971 im Pokalfinale und wurde hinter Dynamo Dresden Vizemeister. Dank erreichen des Pokalfinales konnten in der folgenden Saison internationale Gegner im Sportforum begrüßt werden. Sensationell diese Berliner Dynamos, erreichten sie doch das Halbfinale des Europacups der Pokalsieger und scheiterten am Ende erst im Elfmeterschießen gegen Dynamo Moskau.
Nach dem der BFC Dynamo 1976 noch einmal Vizemeister wurde, holten die Weinroten 1979 den ersten von 10 DDR-Meistertiteln. In dieser Saison stellten dann die Dynamos auch einige Rekorde auf. So brachen sie den Rekordstart der Dresdner Dynamos (7 Siege) aus der Saison 1972/73 und starteten
mit 10 Siegen. Nach der Beendigung der Hinrunde wurde dann der Rekord von Motor Dessau (aus der Saison 1952/53) eingestellt, der BFC wurden ungeschlagener Herbstmeister mit 25:1 Punkten. Damit noch nicht genug, holte sich der BFC Dynamo auch noch den Serienrekord von 22 ungeschlagenen Punktspielen in Folge. In den folgenden Jahren wurden weitere 9 Meisterschaften, 2 Pokalsiege
und 1 Supercuptitel an die Spree geholt.
Meisterschaftteam von 1979
Foto: Meisterschaftsteam von 1979
Im Meisterschaftsjahr 1982/83 verlor der BFC Dynamo kein einziges Spiel und stellte eine Serie
von 36 Punktspielen ohne Niederlage auf. Diese Serie dauerte vom 08.05.1982 (23. Spieltag Saison 81/82) bis 24.09.1983 (6. Spieltag Saison 83/84). Eine noch längere Serie dauerte vom 05.11.1977 bis 28.02.1981, hier blieb der Club in 43 Heimspielen ohne Niederlage.
So schön die nationalen Erfolge auch waren, international konnten nur kleine Achtungszeichen gesetzt werden. So gewannen die Berliner als erstes deutsches Team im EC der Landesmeister bei einem englischen Verein. Beim Cupverteidiger Nottingham Forest wurde sensationell mit 1:0 gewonnen und zwei Jahre später gelang ihnen dieses Gunststück bei Aston Villa noch einmal. Leider schieden sie trotz dieser Siege aus, da die Heimspiele verloren gingen. (Anmerkung: erst in der späteren Champions League gelang in der Saison 1996/97 Borussia Dortmund mit einem 1:0 bei Manchester United ebenfalls ein Erfolg im Meistercup). Ein weitere großer Erfolg war das weiterkommen gegen die Schotten
des FC Aberdeen.

 

1990 - 2003 FC Berlin, BFC Dynamo
In der Zeit zwischen den 19. Februar 1990  und 03. Mai 1999  spielte der Verein unter den Namen FC Berlin. Die Vereinsführung hoffte somit das alte Image als Stasiverein loszuwerden und Sponsoren zu finden. Beides scheiterte und am 03. Mai 1999 beschlossen die Mitglieder die Rückbenennung zum BFC Dynamo.
Nach der Wiedervereinigung und der Zusammenführung der Fußballverbände durften sich die DDR-Oberligaclubs, darunter auch unser BFC Dynamo, für die beiden Bundesligen qualifizieren. Der Club schaffte diese Quali nicht und musste somit den Weg in die Regionalliga (3.Liga) antreten. Aber auch als Drittligist konnten kleine Erfolge gefeiert werden. So holte sich der BFC Dynamo 1999 den Berliner Landespokal. Nach Jahren in der Regionalliga folgte im Jahr 2000 der sportliche Absturz in die 4.Liga. Damit nicht genug, nach einem sportlich erfolgreichem Jahr, der BFC wurde Meister in seiner Staffel, verlor aber die Aufstiegsspiele, kam das finanzielle Aus am 01. November 2001. An diesem Tag wurde ein Insolvenzverfahren gegen dem Club eröffnet und somit der sportliche Abstieg in die Fünftklassigkeit besiegelt.

 

BFC RELOADED ab 2004
Die Dynamos sind wieder da, im Mai 2004 wird man Berliner Meister und steigt somit in 
die Oberliga (4. Liga) auf. Nur einige Wochen später, am 08. Juni 2004 wird das Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen. Der Rekordmeister der DDR ist schuldenfrei. 
Foto: Berliner Meister 2004
 
Als Favorit und mit dem Ziel Meisterschaft und Aufstieg startete der BFC Dynamo in die Saison 2003/04. Schon am 3. Spieltag kam aber die Ernüchterung, man verlor im heimischen Sportforum gegen den späteren Herbstmeister BFC Preussen mit 0:1. Das Team tat sich im laufe der Vorrunde weiter schwer und büßte auswärts viele Punkte ein. Am Ende der Vorrunde lag der BFC Dynamo
mit 9 Punkten Rückstand nur auf Platz 3. 
In der Rückrunde stellte das Team einen einmaligen bis dahin nie dar gewesenen Rekord auf.

Es wurden alle 17 Spiele gewonnen und somit der kaum noch geglaubte Aufstieg geschafft.

 Gründung:

 

 

15. Januar 1966 als Berliner FC Dynamo (Fußballabteilung)

 Vereinsnamen:

 

 

1949 - Gründung SG Volkspolizei Berlin
01.10.1954  - Gründung des SC Dynamo Berlin
21.11.1954  - die Mannschaft der SG Dynamo Dresden wurde nach Berlin delegiert
                       und in den SC Dynamo Berlin integriert
seit 1966 - Berliner FC Dynamo
ab 19. Februar 1990 - FC Berlin
seit 03. Mai 1999 - Berliner FC Dynamo

 Vereinsfarben:

 

 

weinrot - weiß

 Heimstadion:

 

 

Sportforum Hohenschönhausen ( Zuschauerkapazität 12.000 ) aktuell
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ( Zuschauerkapazität 21.000 )

 DDR-Meister:

 

 

1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988

 DDR-Vizemeister:

 

 

1960, 1972, 1976, 1989

 

          

 FDGB-Pokalsieger:

 

  FDGB-Pokal 1959  FDGB-Pokal 1988 & 1989

1959, 1988, 1989

 

 FDGB-Pokalfinalist:

 

1962, 1971, 1979, 1982,1984, 1985

 

 DDR-Supercupsieger:

 

1989

 Berliner Meister:

 

Berliner Meister 2004

2004

 

 Berliner Landespokalsieger:

 

1999

 

 Spieler mit den meisten Länderspieleinsätzen:   Rainer Ernst - 56 Spiele für die DDR

 Spieler mit den meisten Länderspieltoren:   Rainer Ernst - 20 Tore für die DDR

 Spieler mit den meisten Punktspielen:   Frank Terletzki  (1969-86) - 373 Spiele

 Spieler mit den meisten Punktspieltoren:   Wolf-Rüdiger Netz (1971-84) - 112 Tore

 Spieler mit den meisten Saisontoren:   Danny Kukulies - 33 Tore in der Saison 2003/04 (5. Liga)

 Rekordtransfereinnahme:  4,8 Millionen DM für Andreas Thom  ( Bayer Leverkusen, Jan. 1990)

 höchste Siege: 14:0 gegen BW Friedrichshain (Berliner Landespokal, 04.09.2002)

           Punktspiel: 10:0 gegen BSG Sachsenring Zwickau (17.03.1979) & BSG Chemie Leipzig (15.03.1980)

 

 
 

 

Sportforum: Steffenstrasse

Fertiggestellt: 1970
Kapazität: 12.000 ( seit 1999 )
Zuschauerrekord: 20.000 ( 1972 gegen den Liverpool F.C. )

Seit 1961 ist das Sportforum die Heimatstätte des SC Dynamo bzw. BFC Dynamo. Das Stadium selbst ist erst 1970 fertig gestellt worden und  zwischenzeitlich saniert worden. Ab 1973 wurde das Sportforum nur selten von der ersten Mannschaft genutzt. Die Oberligamannschaft des Rekordmeisters spielte im Friedrich-Ludwig-Jahnstadion und kehrte nur zur Meisterfeiern zurück. Eine Ausnahme war die Saison 1986/87 als das Jahnstadion renoviert wurde, da spielten die Weinroten wieder im Sportforum.
1992 kehrten dann der BFC Dynamo entgültig ins Sportforum zurück.
Im September 2001 wurde in Eigenarbeit und mit Hilfe von einigen fleißigen Fans die maroden Holzbänke abmontiert und mit Schalensitze erneuert.

 

 

 

LEGENDEN: dieser Spieler sind von mir ausgesucht worden

Auswahl der Spieler:

 - Anzahl ihrer Einsätzen in Punktspielen (egal welche Liga) oder an ihren Torerfolgen
 - müssen mindestens 5 Jahre für die erste Mannschaft gespielt haben
alle Statistiken stammen aus ihren Zeiten beim BFC Dynamo

Bodo Rudwaleit

 BODO RUDWALEIT,  TORWART
 geboren 03. August 1957
 beim BFC DYNAMO 1969 - 1990
 Punktspiele: 313,  Tore: 0
 Länderspiele: 33 ,  Tore: 0
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
 Pokalsieger: 1988, 1989

Nico Thomaschewski

 NICO "Katze" THOMASCHEWSKI,  TORWART
 geboren 10. Februar 1971
 beim BFC DYNAMO 1999 - 2001, ab 2002 - ? (Vertrag bis 2005/06)
 Punktspiele: 150,  Tore: 0 (Stand Saison 2004/05)
 Meister NOFV-Oberliga Nord: 2001
 Berliner Meister: 2004
 

Martin Skaba

 MARTIN SKABA,  ABWEHR
 geboren 28. Juli 1935
 beim BFC DYNAMO ( SC DYNAMO bis 1966 ) 1955 - 1967
 Punktspiele: 299,  Tore: 0
 Länderspiele: 8 ,  Tore: 0
 Pokalsieger: 1959
 

Nobert Trieloff

 NOBERT TRIELOFF,  ABWEHR
 geboren 24. August 1957
 beim BFC DYNAMO 1972 - 1987
 Punktspiele: 247,  Tore:  13
 Länderspiele: 18 ,  Tore: 0
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987
 

Michael Noack

 MICHAEL NOACK,  ABWEHR
 geboren 07. Februar 1955
 beim BFC DYNAMO 1974 - 1984
 Punktspiele: 210,  Tore: 19
 Länderspiele: 2 ,  Tore: 0
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984
 

Frank Rohde

 FRANK ROHDE,  MITTELFELD / ABWEHR
 geboren 02. März 1960
 beim BFC DYNAMO 1971 - 1990
 Punktspiele: 205,  Tore: 10
 Länderspiele: 42 ,  Tore: 1
 Meistertitel: 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
 Pokalsieger: 1988, 1989

Frank Terletzki

 FRANK TERLETZKI,  MITTELFELD
 geboren 05. August 1950
 beim BFC DYNAMO 1966 -1986
 Punktspiele: 373, Tore: 91
 Länderspiele: 4 , Tore: 1
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986
 

Hans-Jürgen Riediger

 HANS-JÜRGEN RIEDIGER,  MITTELFELD
 geboren 20. Dezember 1955
 beim BFC DYNAMO 1970 - 1983
 Punktspiele:  193,  Tore:  105
 Länderspiele: 41 ,  Tore: 6
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983
 

Rainer Ernst

 RAINER ERNST,  STÜRMER / MITTELFELD
 geboren 21. Dezember 1961
 beim BFC DYNAMO 1975 - 1990
 Punktspiele:  216,  Tore:  91
 Länderspiele: 56 ,  Tore: 20
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
 Pokalsieger: 1988, 1989
 Torschützenkönig: 1983/84 - 20 Tore & 1984/85 - 24 Tore

Wolf Rüdieger Netz

 WOLF-RÜDIEGER NETZ,  STÜRMER
 geboren 15. Dezember 1950
 beim BFC DYNAMO 1971 - 1984
 Punktspiele:  265, Tore:  112
 Länderspiele: 2 ,  Tore: 0
 Meistertitel: 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984
 OLYMPIA 1980: Silbermedallie mit dem DDR-Olympiaauswahl

Günter Schröter

 GÜNTER " MOPPEL" SCHRÖTER,  STÜRMER
 geboren 03. Mai 1927
 beim SC DYNAMO BERLIN  ( BFC DYNAMO erst ab 1966 ) 1954 - 1963
 Punktspiele:  192,  Tore:  68
 Länderspiele: 33 ,  Tore: 13
 Pokalsieger: 1959
 

Andreas Thom

 ANDREAS THOM,  STÜRMER
 geboren 07. September 1967
 beim BFC DYNAMO Jugend - 1990
 Punktspiele: 158,  Tore: 77
 Länderspiele: 50 ,  Tore: 16
 Meistertitel: 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
 Pokalsieger: 1988, 1989
   Fußballer des Jahres: 1987/88  /-- Torschützenkönig:1987/88 - 20 Tore

 Er ist der erste Fußballer aus der DDR, der offiziell in die Bundesliga wechseln darf.
 Thom wechselt im Januar 1990 für 4.8 Millionen DM zu Bayer Leverkusen.

 

 

 

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